Das bisschen Haushalt

Von Mittwoch, 18. Januar 2012

…macht sich von allein…

Ja, schön wäre das.
Die Frau Hilde hat einen Feldversuch hinter sich und muss sagen: Nein, tut er nicht. Im Gegenteil.
Und weil sich für heute mal wieder kochender Kollegenbesuch angesagt hatte (einmal die Woche wird gekocht, entweder bei K., S. oder bei Frau Hilde, damit die drei nicht vollends sozial verelenden), hat die Frau Hilde heute Nachmittag das Projekt Großputz gestartet.
Und weil die Frau Hilde nur mit lauter, sehr lauter, möglichst aggressiver Musik putzen kann (die erzeugt eine Art Schmutz-Killer-Laune; sehr hilfreich!), und seltsamerweise auch nur mit Rammstein und nichts anderem, haben gegen drei ein wenig oder auch ein wenig mehr die Wände gewackelt. Was ganz gut war, denn da fiel dann die erste Schicht Wollmäuse von ganz alleine von den Wänden!
Die armen Wollmäuse auf dem Boden haben den Schreck ihres Lebens bekommen, als plötzlich das große laute Ding kam und sie weggesaugt hat.
Die Frau Hilde glaubte, eine Wollmaus hätte ihr noch zugerufen, dass das so nicht ginge und dass das auf jeden Fall Rache gebe. Und die Frau Hilde solle sich auf was gefasst machen.
Vielleicht war es aber auch nur der Staubsauger, der komische Geräusche gemacht hat.

Danach hat die Frau Hilde noch schnell versehentlich einen Eimer Wasser auf dem Laminat ausgekippt (kann ja mal passieren; außerdem, so langsam sollten die Eimer dieses Hauses wissen, dass man zur Seite geht, wenn Trampelhilde im Anmarsch ist!) und ihren Putzschwamm fast das Klo runtergespült.

Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, und es wurde auch honoriert. Wobei sowohl K. als auch S. sehr, sehr tolerant gegenüber Wollmaustieren sind, denn sie haben selbst die eine oder andere Zucht.

Anschließend wurde lecker (?) gekocht. Kartoffel-Brokkoli-Gratin. Und weil K. und S. inzwischen die abartigen Essgewohnheiten der Frau Hilde kennen (und K. auch sehr seltsame hat), war alles auch fast vegan (ein wenig Käse war oben drauf).
Da alle drei aber fürchterlich hungrig und aus diesem Grund ein klein wenig ungeduldig waren, haben sie das Essen zu früh aus dem Ofen geholt („Lecker… na ja… die Kartoffeln sind noch roh.“ – „Macht nix, dafür ist der Brokkoli auch nicht durch.“ – „Na ja, dann können wir nachher wenigstens gut auf Klo…“), es dann noch einmal reingeschoben und dann zu spät aus dem Ofen geholt („Okay, jetzt sind sie durch. Dafür isses angebrannt.“ – „Ach, das bissel Acrylamid…“).

Und was die Frau Hilde, die sich ja grundsätzlich nie kurz fassen kann, damit eigentlich sagen wollte: Juhu, morgen wird der Frau Hilde ihr Sofa geliefert!!

Und wer jetzt zwischen dem gesamten Posting und dem Satz oben genau keinen Zusammenhang findet – den gibt es auch nicht. Aber die Frau Hilde wollte das mit dem Sofa unbedingt noch erzählen.

Und jetzt geht die Frau Hilde ins Heiabett (und den Schlafanzug hat sie diesmal auch schon an).
Und sie hört auf damit, Sätze mit „und“ zu beginnen.
Und aus diesem Grund:

Bo-bo-borowski und all das.
Sagt die Frau Hilde und wuselt von dannen

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
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