Ironie ist…

…definitiv etwas, mit dem Lehrer vorsichtig sein sollten. Insbesondere die Kleinen nehmen so was gern mal wörtlich. Wenn man da die Tafel vollschreibt und die Puschels irgendwann fragen: „Müssen wir das abschreiben?“, dann sollte man besser nicht mit „Nein, ich schreibe das nur zum Spaß an!“ antworten. Letztes Jahr hat das in der Frau Hilde ihrer 5. Klasse dazu geführt, dass die lieben Puschels dann meinten: „Okay“ – und ihre Hefte weg- und die Stifte einpackten…

Nett wird es, wenn Ironie bewusst falsch verstanden wird. Gestern in Geschichte bei den Neunern:

Schüler H. klaut dauernd den Stift von Schüler C.; der mosert rum, die Frau Hilde schimpft ein wenig. Woraufhin Schüler C. meint, er sei das gar nicht gewesen, das sei Schüler H.s Schuld und überhaupt.

Die Frau Hilde meinte dann: Okay, H., du schreibst jetzt hundert Mal an die Tafel „Ich darf meinem Klassenkameraden keine Sachen wegnehmen„.

(Alle Schüler lachen.)

Schüler H.: So wie Bart Simpson?

Frau Hilde: Ja, genau.

Am Ende der Stunde – die Neuners durften etwas früher gehen, weil der Bus zeitig fuhr – passierte dann das Folgende (Englischlehrer mögen bitte nachsichtig sein; die Frau Hilde hatte keine Zeit mehr, es zu korrigieren, weil sie erst lachen und dann fotografieren musste!):

Ohne Worte...

Ohne Worte…

Bo-bo-borowski und all das. Sagt die Frau Hilde, die sich jetzt erst willenlos in Morpheus‘ Arme schmeißen wird und danach die letzten paar Stationenarbeiten für dieses Jahr korrigieren. Und dann noch ein bisschen auf den Hildehausener Weihnachtsmarkt gehen, um vom Glühwein zu naschen.

Und von der Weihnachtsfeier mit den Chaoten-Zwölfern erzählt sie dann ein anderes Mal. (Es war sehr nett und nur ein bisschen „facepalmig“.)

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
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7 Antworten zu Ironie ist…

  1. Corinna schreibt:

    *lach*

    Ich hab‘ mal zum Nikolaus in die mistigen (weil nach ordentlichem Matschwetter ungeputzten) Stiefel meiner weitaus jüngeren Schwester eine provisorische Rute aus Zweigen unserer Heckensträucher und ein Stück Kohle gesteckt. Am nächsten Morgen kam sie freudestrahlend aus dem Keller hoch und verkündete: „Der Nikolaus hat mir einen Barbarastrauß gebracht! … und eine Kohle, damit wir heizen können.“ Ähm, ja…

  2. Yvette schreibt:

    Das ist ja wirklich unfassbar gut!
    Ich habe grad so gelacht. Danke!

  3. Theni schreibt:

    Herrlich 😀
    Wir hatten das auch mal so ähnlich, nur mit einer Referendarin: Am Anfang der Stunde war die Tafel noch vollgeschrieben und in dem Zimmer war grade kein Schwamm. Sie – etwas arg unsicher – guckt fragend unseren eigentlichen Lehrer an, der grinst nur. „Ja, da müssen Sie wohl einfach drüber schreiben.“ Und die Reffi dreht sich um und schreibt einfach über den alten Tafelaufschrieb drüber. o.O (Als sie kurz was kopieren gegangen ist, wurden wir von unserem Lehrer schnell auf die Suche nach einem Schwamm geschickt, um die Katastrophe zu beheben.)

    • frauhilde schreibt:

      Danke für deinen Kommentar. 🙂
      Au weh, ich weiß gerade nicht, ob ich lachen oder Mitleid mit der armen Refi haben soll. Das war ja schon recht doof; andererseits, wenn ich an mein Ref denke, ich war manchmal froh, wenn ich am Ende der Stunde noch meinen Namen wusste… 😉

      • Theni schreibt:

        Bei der ist alles Mitleid umsonst, das ist ein ähm, sagen wir mal Sonderfall ^^ Verpeilte Lehrer sind ja ganz nett und wir sind das auch gewöhnt, aber diese Frau… *hust* Wir haben ja zum Glück noch andere Referendare, die uns den Glauben an gute Lehrer nicht nehmen.

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