Wieder da…

Wie schnell die Zeit doch vergeht…

Eben war noch vorweihnachtliche Laaaange-Ferienzeit-Freude und jetzt sind’s noch vier Tage und soooo viel zu tun.

Aber der Reihe nach.

Am 21. schlug die Frau Hilde bei Hildeopa auf. Eigentlich wollte sie ja bis 23. noch daheim rumkruschteln und endlich mal das Arbeitszimmer und so, aber erstens kommt es anders und zweitens, als die Frau Hilde denkt.

Beim Hildeopa wurde dann ge-weihnachtsvorbereitet und gewuselt und die Frau Hilde hat’s auch geschafft, Teile ihrer Weihnachtsgeschenke diesmal nicht am 24. morgens zu kaufen, sondern bereits kurz vor Weltuntergang, der ja dann doch keiner war.

Eigentlich hatte man vereinbart, sich dieses Jahr nichts zu schenken, erstens, weil die heiligabendliche Familienzusammensetzung sich kurzfristig erweitert hatte, und zweitens, weil dieses Jahr niemand Lust hatte, sich dem vorweihnachtlichen Konsumterror hinzugeben. Also, keine Geschenke.

Das hat dann auch hervorragend geklappt. Um nicht zu sagen, überhaupt nicht.

Nämlich, die Frau Hilde hatte vorher schon zwei tolle Bücher gesehen, die der Hildeopa unbedingt haben musste, und für die Hildetante (Schulleiterin) musste natürlich Frl. Krises Buch her, isjakla.

Selbst erwartet hat die Frau Hilde nichts, was aber okay war, weil sie das ohnehin nicht hätte transportieren können.

Nun ergab es sich ja aber, wie gesagt, dass sich keiner an die Nichts-schenken-Vereinbarung gehalten hat, weshalb auch die Frau Hilde mit ein, zwei, vielen Geschenken beglückt wurde. Was sie irgendwie ganz gut fand.

Später an Heiligabend traf sich die Frau Hilde wie jedes Jahr mit den besten Freunden von früher (und auch heute noch); das wird seit fast drei Jahrzehnten so gehandhabt und ist immer wieder schön, da man die meisten Leute während des Jahres kaum mal sieht, da sie recht weit auseinander wohnen. Aber Heiligabend ist für die, die können – es werden übrigens wegen der Kinderkriegsache immer weniger, aber einen harten Kern gibt es noch – dann Stammkneipe angesagt. Leider hat Stammkneipenbesitzer Stammkneipe vor einem Jahr verkauft (*heul*) und so mussten die Frau Hilde und ihre drei Begleiter/-innen in die nächstgrößere Stadt ausweichen. Dort fanden sie dann tatsächlich auch eine Kneipe, die angeblich bis 3 Uhr aufhaben sollte. Ab halb zwei lief da dann allerdings in regelmäßigen Abständen „Gute Nacht, Freunde“ von Reinhard Mey, was man vermutlich eindeutig als Rausschmeißer zu verstehen hatte. Und so verließen die Vier gegen viertel nach zwei besagte Kneipe dann auch.

 Am ersten Weihnachtsfeiertag kam dann mehr Besuch in Form des Hildeonkels mitsamt Frau, die wiederum eine ganze Kiste ausrangierter Bücher (sie ist Bibliothekarin) dabei hatte, auf die sich die Frau Hilde und die Hildetante dann gierig stürzten und ein bisschen oder auch ein bisschen mehr Literatur abgriffen.

Und am zweiten Weihnachtsfeiertag kam dann noch die Hildemama mitsamt Hildestiefvati, die auch noch was mitbrachten, nämlich endlich, endlich den Hundertjährigen, den die Frau Hilde seit Monaten lesen wollte, es aber immer verschusselt hat, sich das Buch zu kaufen.

Am Freitag war dann bis auf die Hildetante das ganze Verwandtschaftsgedöns wieder weg und also endlich Zeit zum Lesen.

Nun ist das bei der Frau Hilde so, dass sie eigentlich sehr, sehr gerne liest. Nur kommt sie unter der Woche kaum dazu und am Wochenende ist sie meist nicht mehr in der Lage, Buchstaben zu sehen, weil sie das unter der Woche ja sozusagen berufsmäßig machen muss. Also liest sie seit einiger Zeit meist nur in den Ferien, dann aber inflationär ergiebig.

Getätigter Lesestoff von vier Tagen:

 

Lesestoff 🙂

(Falls da jetzt jemand so was wie „niwoovolle“ Literatur erwartet hat wegen weil Deutschlehrerin und sowas alles – nöö, is nich. Gelesen wurde, was Spaß macht!)

An Silvester war es auch sehr schön in Da-kommt-die-Frau-Hilde-her-Dorf. Und da die Frau Hilde gemerkt hat, dass die Bärbel eine „Feuerwerk“-Funktion hat, hat sie mal probiert, ein paar Impressionen einzufangen.

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Als die Frau Hilde dann gestern Abend mitsamt verdammtsackschwerem nicht ganz leichtem Rucksack, Handtasche und zwei Stofftaschen quer durch Hildehausen geeiert ist (völlig überraschend war das Rosinante-Bikel, das ja nun zehn Tage am Bahnhof gestanden hatte, nicht geklaut worden, was den Heimweg minimal erschwerte, da zusätzlich zum Gepäck auch noch ein altersschwaches Fahrrad transportiert werden wollte), hat sie sich richtig gefreut auf daheim. Auf ein messieartiges nicht so ganz aufgeräumtes Arbeitszimmer, auf immer noch nicht vorbereiteten Unterricht. Auf Kehrwoche. Auf eiskalte Wohnung. Auf Niximkühlschrank. Hach. Da geht einem doch das Herz auf.

Daheim angekommen musste die Frau Hilde dann noch feststellen, dass sie zwar ökologisch und geldbeuteltechnisch intelligent die Gasheizung im Bad ausgestellt hatte, dafür aber das Badezimmerlicht angelassen. Womit die eingesparten Kosten wieder amortisiert wären. Ganz großes Kino. Nicht.

 Der Plan für heute sah vor, dass die Frau Hilde bereits um zehn Uhr gut gelaunt im Fitnessstudio stehen und sich die angefressenen angearbeiteten Kalorien abtrainieren würde. Danach Arbeitszimmer in betretbaren Zustand bringen und dann relaxen.

Um halb zwölf kroch die Frau Hilde dann widerwillig (WARM!) aus den Federn, trank zwei Kannen Kaffee (koffeinfrei, damit das mit dem Wachwerden auch wirklich nix wird) und sitzt seitdem am Laptop und stiert müde vor sich hin.

Man sieht, der Plan ging hervorragend auf…

Und aber jetzt wird die Frau Hilde wenigstens mal den Rucksack aus- und dessen Inhalte in den Schrank einräumen.

Und dann… schaumermal.

Bo-bo-borowski und all das. Sagt die Frau Hilde und geht ihre Motivation suchen.

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
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16 Antworten zu Wieder da…

  1. meineschreibblockadeundich schreibt:

    Liebe Frau Hilde,

    das liest sich nach herrlichen Ferientagen. Naja, mal abgesehen von Niximkühlschrank und Kehrwoche und Unterricht vorbereiten – das kann frau alles locker abarbeiten, wenn sie das Fitnessstudio bis nach den Ferien sausen lässt ;)!

    Herzlichst
    Marie

    • frauhilde schreibt:

      Liebe Marie,

      wenn frau das Fitnessstudio nicht schon vor den Ferien lange sausenlassen hätte, könnte sie das mit recht mäßig schlechtem Gewissen jetzt auch tun. Aber man sollte, man sollte…
      Dem Niximkühlschrank werde ich jetzt aber mal entgegenwirken! 😉

  2. Corinna schreibt:

    Hört sich alles in allem doch ganz normal an! 😉

    . . . und ins Fitnessstudio (muss man sich wirklich der Rechtschreibreform beugen *heul*) würde ich sowieso nur wegen Rückenproblemen wieder gehen. Zum Abnehmen hat es bei mir gar nichts beigetragen. (12 Monate; -300g) Komischerweise hatte ich auch hinterher immer tierischen Hunger . . . *lol*

    • frauhilde schreibt:

      Müsste ich mich nicht von Berufs wegen dieser Mistreform beugen, würde ich sie boykottieren bis ins Nirwana!! :/

      Das Abnehmen klappt mit Fitti bei mir eigentlich ganz gut; nur wenn man halt nicht hingeht und dann auch noch Weihnachten ist (bzw. isSt *g*)…
      Hat’s bei dir denn gegen die Rückenschmerzen geholfen?

      • Corinna schreibt:

        Ja, die Rückenschmerzen waren nach zwei/ drei Mal wieder weg. Ich habe so ein Gerätezirkeltraining gemacht zum Muskelaufbau. War super. Kann ich nur empfehlen.

        • frauhilde schreibt:

          Ja, so was in der Art mach ich auch. Nur weigern sich die Muskeln, sich aufbauen zu lassen. Und wenn ich an dem blöden Brustmuskeldings japse und bei 15 kg vom Stuhl fall und danach kommt so ein Muskelberg und packt sich einen Zentner drauf, das motiviert nur mäßig… 😉

          • Corinna schreibt:

            Nee, nee, so was habe ich nicht gemacht. Es war ein Miha-Bodytec-Gerätekreis. Man musste sich einen Pulsmesser (oder so) umschnüren und dann gab es zweimal drei Kraftgeräte unterbrochen von zwei Ausdauergeräten. Alles funktionierte mit einer Chipkarte, die sämtliche Einstellungen speicherte, und süßen Blubberblasen, die einem anzeigten, wann man trainieren oder das Gerät wechseln sollte. Am Ende war ich schon bei 32 kg und weiteren Geräten außerhalb dieses Kreises. Die Kraftprotze gaben sich mit so etwas nicht ab und standen tatsächlich da, wo man sich sichtbare Gewichte auflegen konnte. Schön anzusehen, aber nichts für mich persönlich. *lol*

            • frauhilde schreibt:

              Ah, dieser Zirkel. Ja, den gibt’s bei uns auch, bin da aber nicht dran. Das ist der, wo man irgendwie so 30 Sekunden oder eine Minute an jedem Gerät ist und wenn die Blubbers aufhören, wechselt man, ne?
              Findest du die Kraftprotze schön anzusehen? Also, ich nicht. Wenn die vor lauter Kraft fast nicht mehr gehen können… Brrrr…

  3. diewiderspenstige schreibt:

    Saufen am Weihnachtsabend 😀 Und das Hirschhausen-Buch kommt mir bekannt vor, mein Papa hat´s gekriegt und ich hab immer mal wieder ein paar Seiten gelesen… 😉

    Die Feuerwerksbilder find ich voll toll (menno, ich Trottel hab meine Kamera nicht mitgenommen an Silvester…) und das mit der fehlenden Motivation und den ungeheueren Anziehungskräften vom warmen Bettchen kennen wir doch alle 😉

    • frauhilde schreibt:

      Ich hab’s meinem Opa geschenkt und musste es natürlich schnell durchlesen, bevor ich wieder weg war. 😉

      Ja, gell? Diese warmen Bettchen sind mit Magneten ausgestattet, glaub ich. Will gar nicht wissen, wie das am Montag werden wird… *grusel*

  4. Ein frohes neues Jahr Frau Hilde 🙂 der Lesestoff sieht gut aus, wenn ich noch einen Tipp geben darf, „Tschick“ wäre sehr empfehlenswert, aber das kennen Sie bestimmt schon 🙂

    • frauhilde schreibt:

      Danke, Herr Paul, ich wünsche dir dasselbe. Und mit wenig Stress im Beruf!!

      Tschick kenne ich von Kolleginnen, die das im Unterricht gemacht haben; ich selbst hatte es noch nie, aber bin gerade ein bisschen angefixt! 😉

  5. A. P. Glonn schreibt:

    Da das Jahr 2013 nun doch schon in den Kinderschuhen steckt, erspare ich mir mal Glückwünsche zur Geburt. Aber ich habe mich bei deinem Bericht dabei ertappt, dass ich die ganze Zeit wie ein Wackeldackel genickt habe, besonders bei der Sache mit den Büchern (bei der Bibliothekstante bin ich sogar mal kurzzeitig grün geworden vor Neid). Und wenn dir die gelesenen Bücher auch noch gefallen haben, stelle ich fest, dass sich unser Geschmack zumindest ähnelt. Ok, den Herrn Mankell finde ich sterbenslangweilig, den Ecke kenn ich nicht (leserisch, meine ich, ansonsten kommt man pressemäßig ja selten an ihm vorbei), und den 100jährigen habe ich auch noch nicht gelesen. Aber die Rita Falk und den Herrn Beckett mag ich gern.

    Was die kalte Wohnung angeht, da habe ich auch so ein Schmankerl. Vor zwei Jahren waren wir Ende Januar/Anfang Februar in Kenia. Und meine bessere Hälfte dachte sich, wenn wir da unten schwitzen, kann das Haus ruhig auch ein wenig frieren, und er hat die Heizung abgestellt. Nachdem wir also drei Wochen bei schlappen 37 Grad lustig vor uns hinlebten, kamen wir bei deutschen Außentemperaturen von kuscheligen minus sieben bis minus zehn zurück. Und die Bude mussten wir drei Wochen lang auf höchster Stufe einheizen, damit wir wenigstens mal wieder 18 Grad Raumtemperatur bekamen (plus in dem Fall). Head —-> Desk

    • frauhilde schreibt:

      Bei Mankell kann man so schön das Gehirn ausschalten. Sehr angenehm, das.
      Der Hundertjährige lohnt sich auf jeden Fall. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich „drin“ war (so um die hundert), aber dann war’s absolut amüsant.
      Falk find ich zum Abschalten auch sehr entspannend.

      Deine bessere Hälfte ist nicht zufällig Schwabe? 😉
      Was habt ihr dann die erste Zeit gemacht? Brrrr, ich glaube, ich wär entweder nie mehr aus dem Bett oder nie mehr aus der heißen Badewanne gekrabbelt… (und ja, drei Pünktchen mit ohne Abstand. Ich weiß es, aber ich kann nicht anders *g*)

  6. A. P. Glonn schreibt:

    Da wir morgen wieder nach Kenia fliegen (dieses Mal überprüfe ich, ob er ja nicht die Heizung ausstellt), nur ein kurzer Gruß. Mankell … Urgs. (Das „urgs“ müsste eigentlich groß sein. So richtig groß, wie der TOD bei Pratchett. Ich mag einige Skandinavier, aber an Mankells gepflegter Langeweile komme ich nie vorbei. Den Hundertjährigen muss ich mir dann wohl mal ebooken, wenn du ihn empfehlen kannst. Und nein, meine bessere Hälfte ist so bayerisch, bayerischer geht’s nimmer. (Oder nimma? Mit der gesprochenen Sprache meines Wahlvolks komme ich zurecht, aber die Rechtschreibung, oh, mei, oh, mei … :D)
    Btw: Ich habe vor zwei Jahren in einem Skianzug geschlafen. Erzähl das bloß nicht weiter. *lachundweg*

    • frauhilde schreibt:

      Oh, ist das schön, ich wünsch dir einen tollen Urlaub mit ganz viel Erholung und unvergesslichen Erlebnissen! 🙂

      In einem Skianzug? Das nenn ich mal einfallsreich. 😉 Hauptsache, es war dann warm. Im Bett frieren geht nämlich gar nicht.

      Deine Einwände gegen Mankell kann ich nachvollziehen. Hehe, aber manchmal brauch ich „gepflegte Langeweile“. Action hab ich ja vormittags meist genug. (Und Blut auch, wie ich am Dienstag feststellen durfte …) => Beachte bitte das Leerzeichen vor den Pünktchen. Es macht mir zwar Bauchschmerzen, aber was tut man nicht alles! 😉

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