Von dummen Übersprungshandlungen

Nach einem Tag, der mit unglaublicher Faulheit kreativem Nichtstun verbracht wurde (wen’s interessiert: Uwe liegt gefesselt und geknebelt unterm Tisch und wird erst morgen wieder befreit!), hat die Frau Hilde vorhin noch schnell mit einer Kollegin telefoniert und beide haben sich gegenseitig Absolution erteilt, was die Faulheit angeht.

Und aber jedenfalls, als das Telefonat beendet war, war es schon zu spät, um noch „Stirb langsam 4.0“ anzuschauen. Also seufzte die Frau Hilde und schaltete den Fernseher ein. Zappte mal hier und mal da und landete am Ende beim „Echo“.

Die Frau Hilde schaut sich so etwas normalerweise nicht an und die Vorgeschichte mit der zurückgezogenen Nominierung von Frei.Wild lockte sie nun erst recht nicht, aber die Alternative war, ein wenig im Faust zu blättern, und so blieb sie vorm Fernseher hängen.

Au weia. Was für ein böser, böser Fehler.

Ist diese Sendung eigentlich wirklich ernst gemeint?

Oder hat die Frau Hilde nur einen absolut nicht medienkompatiblen Musikgeschmack?

Wenn man mal vom Kurzauftritt von Til Tschweiger absieht, fing es eigentlich gar nicht so schlecht an, denn Muse waren unter den Nominierten. Und für Muse lässt die Frau Hilde seit über einem Jahrzehnt ziemlich viel liegen und stehen.

Nun ja. Gewonnen haben dann Limp Bizkit. Das kann man nun so oder so finden. Die Frau Hilde fand’s eher so.

Aber dann: Nominiert für Dingens national waren so illustre (?) Künstler (??) wie Bushido und Lena. Mhm. Ja. Ist klar. Gewonnen hat Lena. Joa.

Immerhin waren noch Depeche Mode angekündigt. Wobei, ob die das „Event“ noch retten können, sei dahingestellt (in dem Moment, in dem sie den Satz schrieb, Harlem-Shakte man da plötzlich in der Gegend rum).

Die Frau Hilde hat jedenfalls soeben beschlossen, sich das nicht weiter anzutun (es kommen gerade die Schlager-Nominierten. Und die Frau Hilde ist doof genug, da braucht’s diese Volksverdummung wirklich nicht noch zusätzlich!).

Und sie entschuldigt sich auch für diesen sehr wirren Blogeintrag. Aber wenn man im Hintergrund Michael Wendler hören muss, das haut einem auch noch die verbliebenen Gehirnzellen raus.

Aber ganz ohne ein „famous last word“ möchte die Frau Hilde nicht gehen. Aber das überlässt sie diesen Herren, die letztes Jahr beim „Echo“ gespielt haben:

Guckt ihr.

Bo-bo-borowski und all das. Sagt die Frau Hilde und schlägt jetzt mal den Faust auf.

PS: Liebe Carla B., Botox ist ganz, ganz, ganz böse!!

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
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15 Antworten zu Von dummen Übersprungshandlungen

  1. sunshinemuffin schreibt:

    Ich hab‘ den Echo erst später verfolgt, weil ich noch Training hatte. Als ich zur Haustür reinkam, kam mein kleiner Bruder auf mich zugelaufen und umarmte mich: „Die WISE GUYS haben EINEN ECHO GEWONNEN!!“ 😀
    Ehrlich gesagt, fand ich die Preise, die ich mitbekommen habe, großteils gerechtfertigt. So zum Beispiel den für’s Lebenswerk National für Hannes Wader mit der echt schönen Laudatio von Reinhard Mey. „Heute hier, morgen dort“ konnten sowohl mein Bruder als auch ich dann auch mitsingen ;D
    Die Toten Hosen haben ihre Echos auch verdient. Ich find‘ die toll. Und den Echo für Live-Act National hat Peter Maffay auch vollkommen verdient – ich war in einem der Tabaluga-Musicals und es war toll *-*

  2. bayernpauline schreibt:

    Habe auch nur kurz rumgeschaltet und das RIESEN-Glück mit den Toten Hosen gehabt, die extra für mich Ihr Lied „An Tagen wie diesen“ gesungen haben! Ach, wegmschelz. Damit es mir danach nicht schlecht geht, habe ich fleißig weiter gezappt. Schade, den Maffay hätte ich auch gerne noch gesehen. Hoffentlich hast Du Uwe eine kleine Lampe unterm Tisch angebracht?! LG bayernpauline

    • frauhilde schreibt:

      Nö. *g* Der darf ruhig im Dunkeln liegen (wir haben ein bisschen ein Problem miteinander, der Uwe und ich).
      Heute hat er allerdings Ruhe gegeben, als ich ihm gesagt hab, dass ich mit dem Großreinemachen beginne.

  3. Die wilde Hilde nen bisschen aggro? 😀

  4. Corinna schreibt:

    Wenn ich das so lese, wird mir klar, dass ich selbst ziemlich wenig populäre Musik höre. Diese Preisverleihung hätte mir auch nichts gegeben.

  5. A. P. Glonn schreibt:

    Wow. Wir sind doch wirklich ein Volk der Dichter, Künstler, Sänger, oder? Ich meine … *nickt bedächtig* Bushido. Lena. Helene Fischer. Beeindruckend. Du, frauhilde? Kannst du singen? Nein? Umso besser! Wir beide werden uns den Faust vornehmen und vertonen. Was denkst du? Der Echo nächstes Jahr ist uns schon sicher, oder?

    • frauhilde schreibt:

      *an Kopf kratz*
      O-kay. Also, das sieht dann so aus, dass du auf der Bühne stehst und Wolfsgeheul anstimmst, während ich krampfhaft und vergeblich versuche, beim Rezitieren von Faust nicht gegen irgendwelche Dinge zu rennen/ über irgendwelche Dinge zu purzeln.
      Ja. Das hat sicher Zukunft.
      Die Weltherrschaft ist uns quasi sicher!

      • A. P. Glonn schreibt:

        Ich bin wirklich gut im Wolfsheulen. Ehrlich! Hand aufs Herz. Und für dich stellen wir einfach einen Stuhl mitten auf die Bühne – da setzt du dich brav hin und rappst den Mephisto-Teil. Oder den Osterspaziergang im Motherfu…style. Yeah, yeah: The ice is away, the stream is clear, mephisto, my boy, I need a beer! Yeah, yeah!

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