Multitaskinghilde

Achtung, dies wird ein sehr, sehr verwirrter Blogeintrag (Ferien tun der Intellü … Indi … Interlek … Also, die tun dem Gehirnchen von der Frau Hilde nicht gut, gar nicht gut).

Ja.

Nämlich, die Frau Hilde hat es heute Abend geschafft, das Buch zu lesen, nebenher was zu essen zu kochen, Fußball zu schauen, mit Lieblingskollegin O. einen Kaffeetrinktermin für morgen auszumachen – und von allem auch etwas mitzubekommen.

Nur „Neues aus der Anstalt“, das hat sie verpasst. Aber das lag an dem doofen Livestream, der nicht funktioniert hat. Und dummerweise überschnitten sich das 4:1 und die Herren Priol und Pelzig ein wenig.

Und noch dümmererweise kann die Frau Hilde das Ganze jetzt so gar nicht in der Mediathek finden.

Na ja. Das ist vielleicht auch besser so. Mord, ein paar Tore, Salat UND „Neues aus der Anstalt“, das ist ja ein bisschen viel für eine kleine Hilde. Eigentlich ist es ja auch nicht nur ein Mord.

Womit die Frau Hilde bei dem oben erwähnten Buch wäre, das sie bis auf eine winzige Kleinigkeit auch uneingeschränkt empfehlen kann, nämlich es ist sehr spannend. Und wer’s nicht für sich selbst lesen will (es lohnt sich auch im fortgeschrittenen Alter noch!), der kann es ja zumindest an Töchter, Nichten, Enkelinnen oder Freundinnen verschenken.

Ja. Also, das Buch. Die Frau Hilde schreibt jetzt keine Rezension, da gibt es bestimmt schon ganz viele von und außerdem sollten das Leute machen, die das können. Deshalb nur so ein paar Eindrücke: Also, erstmal, das Ganze ist ein .Jugendthriller *Zunge verknot*. Und netterweise keiner, bei dem der Autor/ die Autorin krampfhaft versucht, eine Jugendsprache zu sprechen (bzw. zu schreiben), die er/ sie nicht beherrscht. Das kommt bei den Lesern meist gar nicht gut an. Aber die Sprache passt hier, sozusagen.

Der Plot ist auch recht spannend.

Und für die älteren Semester sind auch so klingende Namen wie Mister Darcy (hach!) oder Severus Snape (noch hacher!) dabei. Sehr schön, das.

Und ja, aber die Kleinigkeit: Da sind einige Rechtschreibfehler (Druckfehler??) drin, das findet die Frau Hilde ein bisschen doof. Besonders schmerzhaft war das Wort „Standart“. Mit t. Ja, okay, man kann sich wirklich an Kleinigkeiten aufreiben, aber das stach nunmal ins Auge.

Anyway, das sind wirklich nur Schönheitsfehler. Innendrin, also in der Geschichte, da passt alles.

In diesem Sinne gibt es von der Stiftung Hildetest ein „Sehr zu empfehlen“ für das Buch.

Allerdings sollte man es nicht lesen, wenn man eigentlich etwas ganz anderes lesen sollte. Und man sollte sich auch auf keinen Fall von irgendwelchen Twain-Zitaten der Verfasserin zum Lesen überreden lassen. Nein, nein.

Denn sonst sitzt man da, es ist viertel vor Mitternacht, man wollte eigentlich den Faust … Das Arbeitszimmer sieht genau so aus, wie man es vor vier Stunden verlassen hat, nämlich unaufgeräumt. Dabei wollte man das heute noch … Weil am Freitag fährt die Frau Hilde ein bisschen weg. Und diesmal hatte sie sich fest vorgenommen, eine tadellos aufgeräumte Wohnung und perfekt vorbereiteten Unterricht zu hinterlassen.

Klappt super. Nämlich gar nicht.

Immerhin hat die Frau Hilde gestern Das Fräulein von Scuderi gelesen. Ging ganz schnell. Brauchte nur eine Zugfahrt von Hildehausen nach [Hauptstadt der Kurpfalz], wo die Frau Hilde gestern war.

Übrigens leidet die Frau Hilde seit Beginn der Ferien unter seniler Bettflucht. Egal, wann sie ins Bett geht, und ja, sie versucht immer wieder, die Bettgehzeit nach hinten zu schieben, aber spätestens um halb sieben liegt sie dann doch wieder hellwach im Bett und ärgert sich. So was Doofes!

Und weil das morgen auch wieder so sein wird, geht die Frau Hilde jetzt mal schlafen. Wenn sie sich diesen Beitrag so durchliest, ist das wohl auch besser so.

Bo-bo-borowski und all das. Sagt die Frau Hilde und entschwindet ins Dunkel. Besser is‘.

Edit (27.3.), um hier mal die einzigen sinnvollen Sätze dieses Beitrags zu schreiben: Schaut mal beim netten Herrn Paul vorbei. Der hat einen Aufruf gestartet.

Konkret geht es darum, uns Laien die Angst vor Erster Hilfe zu nehmen. Und deshalb sind Leser aufgefordert, ihre Geschichten an den Herrn Paul zu schicken, und der veröffentlicht sie dann. Es geht nicht darum, dass man heroische HLW-Geschichten zum besten gibt, sondern darum, dass man von Situationen erzählt, in denen man – in welcher Form auch immer, und sei es durch das Absetzen eines Notrufs – eingegriffen hat.

Vielen geht es sicher so wie der Frau Hilde; man hat seinerzeit den Sofortmaßnahmen-Kurs gemacht – die Frau Hilde im Rahmen des Referendariats noch einen Erste-Hilfe-Kurs (war das einer? Hm …) -, aber den Gedanken daran, dass eine Situation eintreten könnte, in der man aktiv handeln muss, den verdrängt man gerne. Aus Angst, etwas falsch zu machen, weil man sich überfordert fühlt, warum auch immer. Und diese Angst soll durch die Berichte ein wenig abgemildert werden, und die sollen zeigen, jeder kann was machen. Und wenn es das Absetzen eines Notrufs ist. Der ist nämlich auch wichtig!

In diesem Sinn: Wer seine Erfahrungen teilen möchte, kann dies dem Herrn Paul schreiben.

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
Dieser Beitrag wurde unter Der Leben an sisch, Dinge, die die Welt nicht wissen musste, So Zeugs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Multitaskinghilde

  1. michael schreibt:

    > “Standart”

    Kommt das nicht von Standarte ?

    > ’senile Bettflucht‘ ?

    Die Holzschuhe angezogen und mit dem Umräumen beginnen! Ihre Lieblingsnachbarin wird es Ihnen danken.

    :D:D:D und so.

    • Zyriacus schreibt:

      Ne, standart ist so ein anglizismus und heißt „die Kunst zu stehen“
      Kann aber auch ’ne abgebrochene Fahnenstange sein, weil das E am schluss fehlt.

      • frauhilde schreibt:

        Ah, danke für die Erklärung, Zyriacus!
        Die Kunst zu stehen, ja, das ergibt Sinn. 😉 Besonders nach Genuss diverser Alkoholika. Da wird das Stehen echt zur Kunst!

    • frauhilde schreibt:

      Im Prinzip eine tolle Idee, nur wohnt die Stasi zwei schräg unter mir; direkt unter mir wohnt eine ganz Nette. Die mag ich dann nicht mit meinem Getrampel aufschrecken. 😉

  2. giftigeblonde schreibt:

    Jedesmal wenn ich Standard mit T lese möchte ich am liebsten kommentieren, ausbessern, oder aufschreien, je nachdem wo ich das lese.
    Geht mit auch mit seit und seid so,…nicht dass ich keine Fehler mache, aber diese kann ich grad zufällig richtig schreiben ggg.
    Bei nächster Gelegenheit wird ich mir wohl das Buch bei Amazon bestellen.
    Ich glaub meine Wunschliste da verfügt über mehr Wörter als die Bibel..augenverdreh

  3. giftigeblonde schreibt:

    Na bitte
    Geht mir auch mit seit und seid so…sollte das heißen grrrr

  4. Anne schreibt:

    http://www.seit-seid.de ins Kommentarfeld und gut ist oder so (naja, kann sein, dass Ihr seiT dann dann nicht mehr so beliebt seiD 😉 )

  5. A. P. Glonn schreibt:

    Wow, frauhilde! Danke schön – ich fühle mich geehrt und freue mich wie ein Schneekönig. Die Fehler gebe ich mal weiter (komisches Lektorat, btw). Ehrlich gesagt, dein Review wärmt mir das Herz, und das bei diesen kalten und schneeigen Temperaturen.

    • frauhilde schreibt:

      Jö. ❤

      Jetzt muss ich nur noch versuchen, das Buch unauffällig dem gemeinen Fußvolk (Schüler) anzupreisen. Immerhin, die Mädels von der Fußball-AG könnte man bestimmt dafür begeistern!

  6. A. P. Glonn schreibt:

    Ich sehe schon: Du machst so viel Werbung für mich, dass beim nächsten Buch ein kostenloses Exemplar für dich drin sein muss. Das dauert allerdings noch bis zum nächsten Frühjahr. 😉

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