Von Mails und so

So, die erste Ferienwoche ist fast um (*heul*).

Die Frau Hilde war mehr oder minder fleißig; von der Dauerbaustelle Arbeitszimmer abgesehen ist alles wieder blitzeblank. Okay, die Fenster sollte man … Aber die können bestimmt auch noch einen Tag oder so warten.

Joggen war die Frau Hilde auch; und weil ihr heute Morgen langweilig war, war sie länger als sonst unterwegs. Morgen will sie mal einen neuen Weg probieren.

Gestern gab’s dann nochmal einen Kaffee im Zweitwohnsitz mit Lieblingskollegin O.

Nämlich die hatte angerufen und steckte gerade verzweifelt mitten in ihrer Steuererklärung. Da musste man sich dann rascheben mal ablenken. Und die beiden haben auch nur fünf Schüler in der Stadt getroffen.

Und eben wollte die Frau Hilde kurz nach dem Wetter schauen, und als sie die Nase aus dem Fenster hielt, hörte sie es über sich trappeln (da ist noch eine Dachrinne und ein bisschen Dach, da über dem Küchenfenster). Und dann schaute Familie Spatz, die da irgendwo oben wohnt, runter. Und die Frau Hilde schaute hoch. Man betrachtete sich eine Weile, dann entschied Familie Spatz, dass sie jetzt auswärts zum Essen geht fliegt und flatterte von dannen.

Ihr seht, es passiert genau gar nicht viel, so in den Ferien.

Gestern erreichte die Frau Hilde eine Mail, die sie den hier lesenden Lehrern ans Herz legen möchte:

Liebe Lehrkraft,
im Rahmen meiner Masterarbeit als Master of Education an der Universität Hamburg beschäftige ich mich mit dem Thema ‚Bloggen gegen Burnout‘.
Da eine solche Arbeit nicht nur durch Theorie abgehandelt werden kann habe ich einen Fragebogen erstellt, den ich Sie bitte auszufüllen. Hieran anknüpfend wird meine Arbeit einen empirischen Teil enthalten, welcher anhand dieser Umfrage einen Bezug herstellen soll, inwiefern Lehrkräfte durch Blogs diesem entgegenwirken. Daher möchte ich Sie bitten, mich bei meiner Arbeit zu unterstützen. Ich möchte lediglich etwas über die Beweggründen Ihres Bloggens erfahren, diese empirisch auswerten und im Kontext der Fragestellung näher untersuchen. Die Befragung wird anonym erfolgen, Ihre Antworten bekommen nur meine Betreuerin und ich zu sehen.
Da ich Ihre Bereitschaft der Unterstützung nicht überbeanspruchen möchte, ist die Beantwortung des Fragebogen nicht allzu zeitintensiv angelegt.
Als kleines Dankeschön für Ihre Unterstützung verlose ich unter den Ausfüllern 2 Amazon-Gutscheine im Wert von je 10€.
Im Vorfeld schon einmal vielen Dank für Ihre Bereitschaft, mich zu unterstützen. Weiterhin möchte ich Sie bitten, von meinem Fragebogen anderen Lehrkräften zu berichten oder den Link in Ihrem Blog zu verbreiten. Hierfür auch noch einmal ganz lieben Dank.

Den Fragebogen können Sie unter folgendem Link erreichen: https://www.umfrageonline.com/s/bb7d05c

 

Eike Müller
P.S. Bei Fragen könne Sie gerne mich unter eike.mueller@studium.uni-hamburg anschreiben, gerne steht Ihnen aber auch meine Betreuerin Frau Dr. Günther für Fragen unter silke.guenther@uni-hamburg.de zur Verfügung.

Bloggen gegen Burnout, das klingt interessant.

Die Frau Hilde wird mal den Fragebogen machen und sich dann nochmal hier mit dem Thema beschäftigen.

Einstweilen wünscht sie den Noch-Schule-Habern eine sonnige Restwoche. Und dem Rest auch!

Bo-bo-borowski und all das.

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
Dieser Beitrag wurde unter Der Leben an sisch, Dinge, die die Welt nicht wissen musste, So Zeugs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Von Mails und so

  1. Jürgen schreibt:

    Danke. Noch drei Wochen.

  2. Anne schreibt:

    Guck mal, Du bist nicht allein:
    http://halbtagsblog.de/2013/07/11/uni-umfragen-usw/#more-5013
    Und danke für die Wünsche!

    • frauhilde schreibt:

      Das Argument mit der unpersönlichen Ansprache kann ich verstehen. Andererseits, das ist keine Dissertation, sondern eine butzikleine Masterarbeit (merkt man, dass ich kein Fan dieses Bacherlor-/Mastermists bin? *g*). Da finde ich das nicht so schlimm. Ich hab mich auch fast gar nicht über die Rechtschreibfehler in der Mail aufgeregt. 😀

  3. Blinkfeuer schreibt:

    Das ist so lieblich, so weihnachtlich bereits, sagenhafte 2*10€ lässt die NSA springen! Doch-oh Schreck-ich kann den Link nicht öffnen…wie verdächtig werde ich nun fortan (ist nicht das Gegenteil vom medialen Müll „von daher“) sein….verfolge das Geschehen aber wie ablaufendes Hochwasser.

    • frauhilde schreibt:

      Da wäre ich vorsichtig, was nach dem Ablaufen im Matsch so zu finden ist.
      Aber keine Sorge, das Öffnen des Links ist ein Trick der NSA; wer’s nicht schafft, wird nicht weiter verfolgt.

  4. Corinna schreibt:

    … und ich bin doch glatt froh, dass ich am Montag einen neuen Kurs anfangen kann und keine Ferien machen muss, obwohl der letzte erst gerade zu Ende gegangen ist.

    Ein paar Wochen hast Du ja noch. Viel Spaß! Corinna

  5. Stefan K. schreibt:

    „Bloggen gegen Burnout“… nette These, aber wie will man das durch eine reine Befragung einiger bloggender Lehrkräfte empirisch verifizieren oder auch nur falsifizieren???

    … an solchen Stellen kann ich die Erziehungswissenschaftler nicht ernst nehmen…

    Warum reichte ihr nicht „Erfahrungen bloggender Lehrer/innen zu Stressabbau und Reflektion von Unterrichtsvorbereitung und -ablauf“? – das Thema kann man sicher qualitativ, aber kaum belastbar quantitativ bearbeiten…

    • frauhilde schreibt:

      Du hast völlig recht; nur denke ich, es ist keine Dissertation, sondern eine Masterarbeit. Ich bin eine strikte Gegnerin dieses Bachelor- /Masterscheiß‘. Und deshalb sehe ich das insofern nicht so eng, als ich weder den einen noch den anderen korrektes wissenschaftliches Arbeiten zutraue. Das mag böse klingen, aber meiner Erfahrung nach können Bachelors nichts richtig.
      Ich hab das Ding jetzt mal beantwortet. Einen welterschütternden Durchbruch erwarte ich nicht.

      • Stefan K. schreibt:

        Du erwartest von der Abschlussarbeit eines mehrjährigen Studiums kein wissenschaftliches Arbeiten?? Auweia…

        Nee, ich geb meinen Anspruch nicht auf! … aber ich erwarte auch, dass die betreuenden Dozent/inn/en gut beraten, was ein realistisches Pensum einer Masterarbeit ist und was nicht. Echte Empirie kann man allein in diesem Zeitraum nicht schaffen – um so wichtiger, sich an eine größere Datensammlung anschließen zu dürfen.

        Solche Hilfen sollten gute Dozenten meines Erachtens vermitteln!

        Dieses Thema wirft meines Erachtens sowohl auf die Studentin als auch die „betreuende“ Dozentin ein schlechtes Licht.

        • frauhilde schreibt:

          Bei den heutigen Bachelor- bzw. Masterstudierenden kann ich das nicht beurteilen; wir hatten in Geschichte eine Bachelorstudentin sitzen, das war so die erste Bachelorgeneration, bei der wir uns ständig gefragt haben, was sie hier macht. Sie konnte wissenschaftlich genau gar nichts, und das hat sich bis zum Ende ihres Studiums auch nicht geändert.

  6. Frau Streng schreibt:

    Da hat Stefan K. sicher recht 😉 Ich hab trotzdem mitgemacht. Hätte mich ein bissl zum Nachdenken angeregt, wenn ich schon Zeit dafür hätte! Herzliche Grüße an die Ferienhaber!

  7. Kaetchen schreibt:

    Ich muss nun doch mal eine Lanze brechen für die heutigen Sudis: 1. In meinem Fach, an meiner Uni wird von den BA-Studenten (die de facto das machen, was wir bis zur Zwischenprüfung gemacht haben) für die BA-Arbeit deutlich mehr verlangt als damals von mir (allerdings an einer anderen Uni). 2. Ja, in den hybriden Dingsbums-Studiengängen ist es manchmal schwer, zu einer vernünftigen Theorie- und Methodenausbildung zu kommen. Aber das konnte auch früher schon erfolgreich vermieden werden (Und, mit Verlaub, ich erinnere mich mit Grausen an einige Seminare, die ich in der Landeskunde in Französistik machen musste, weil sie in meinem hybriden Dingsbums-Studiengang nicht angeboten wurden. Ich wundere mich noch immer, wie jemand, der Reiseführer als wissenschaftliche Publikation verwendet und keinen (!) korrekten Satz auf Französisch rausbringt, das unterrichten will. 3. Auch in einer Master-Arbeit kann man mit Empirie arbeiten. Aber nicht mit eigener quantitativer Empirie. Vernünftige qualitative Interviews gehen da viel besser…

    • frauhilde schreibt:

      Vermutlich gibt es, auf gut Schwäbisch gesagt, sotte un sotte. Ich hab bewusst pauschalisiert; dass nicht alle Bachelors doof sind, ist mir klar. Ich habe nur ehrlich gesagt Probleme damit, dass der wissenschaftlichen Ausbildung ein (pseudo-)internationaler Touch gegeben werden sollte und deshalb die Bachelor-Studiengänge irgendwie ohne groß nachzudenken „aufgepfropft“ wurden. Aber wie gesagt, die Verallgemeinerung war absichtlich, und klar gibt’s da Licht und Schatten! 😉

  8. Kaetchen schreibt:

    Ach ja, die Tastatur: Studis sollten es sein, natürlich…

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