Vom Zugfahren

Ja, nämlich wegen weil.

Also, am Dienstag, da zog es die Frau Hilde wieder gen Hildehausen. Man hat ja noch so einiges zu tun, bevor die letzten Ferientage wieder anbrechen (danke an den Kollegen, der der Frau Hilde seine Praktikanten in der zweiten Schulwoche aufs Auge gedrückt hat. Hmpf!). Und außerdem hatte die Frau Hilde Sorge, dass ihr Vor-dem-Fenster-in-der-Hitze-steh-Plühmschn (ein das da) die Hitzetage nicht ganz so gut vertragen hat.

Sie begab sich also nebst Trekkingrucksack (wieso, wieso, wieso wiegen Rucksäcke auf der Rückreise das mindestens Fünffache, obwohl man NIX zusätzlich eingepackt hat? Die Frau Hilde wird dieses Phänomen nie verstehen!) in die Bimmelbahn.

Und die fuhr auch, eine ganze Weile sogar.

Bis sie mitten im badischen Nirgendwo stehen blieb. Gut, okay, da war ein Bahnhof, da musste sie das ja auch tun. Aber normalerweise, also jedenfalls kennt das die Frau Hilde so, fährt so ein Zug nach Stehenbleiben ja weiter.

Tat das Bähnchen aber nicht.

Es stand.

Nach zehn Minuten kam im Wagen leichte Unruhe auf. Na ja, dachte sich die Frau Hilde, vielleicht muss man ja auf einen entgegen kommenden Zug warten, das passiert auf der Strecke manchmal, weil meist einspurig.

Kurze Zeit später kam eine Durchsage, der die Frau Hilde, etwas behindert durch laute Musik in den Ohren, ungefähr entnahm, dass es wegen eines Stellwerkirgendwasschadens noch ungefähr zwanzig Minuten bis zur Weiterfahrt dauern könnte.

Nun ist das schon ein bisschen blöde, nämlich die Frau Hilde fährt von Da-kommt-die-Frau-Hilde-her-Dorf bis Hildehausen etwas mehr als zweieinhalb Stunden. Mit einmal umsteigen. Aber da der letzte Streckenabschnitt halbstündlich befahren wird, war sie noch recht gelassen. Einfach ein, zwei Züge später nehmen. Macht ja nix. Die Läden haben ja noch auf (es war kurz nach vier).

Nach einer weiteren Viertelstunde kam dann doch mehr Unruhe auf. Das elfjährige halbwüchsige Pärchen vor der Frau Hilde stritt laut herum, weil das kleine Mädchen dem kleinen Bübchen die Schuld für die Verspätung zuschob und das sei ja ganz doof und jetzt wisse das kleine Mädchen nicht, wann man ankäme und überhaupt. Das kleine Bübchen versuchte, rhetorisch brillant und eloquent zu besänftigen („Ajo, Schatz, ajo!“), aber Klein-Mädelein zickte.

Ein älterer Herr schob sich nach vorne Richtung Fahrerkabine, dort hörte man ihn laut lamentieren, und schließlich kam er mit einem triumphierenden „Die schicken einen Schienenersatzverkehr“ wieder zurück.

In der Tat sagte der Fahrer kurz danach durch, weil er nicht wisse, wann es weiterginge, käme ein Ersatzbus.

Wann der käme oder wo der hielte, verriet er nicht, was zu weiterer Unruhe führte. Die Frau Hilde verließ die Bahn kurz, um nach dem Wetter zu schauen.

Es war noch da.

In der Zwischenzeit packten alle ihre Täschchen und wuselten aus der Bahn, verteilten sich strategisch geschickt an der Haltestelle und spekulierten, wo denn der Bus wohl halten würde.

Die Pessimisten argwöhnten, er würde bestimmt irgendwo ganz weit weg halten, sie nicht sehen und unverrichteter Dinge wieder von dannen fahren.

Die Optimisten (zwei Frauen nebst Kackbratze leidlich unerzogenem Kind) öffneten eine Flasche Prosecco. Was man halt so macht, wenn der Zug liegen bleibt …

Man stand weitere zehn, fünfzehn Minuten dumm herum.

Die Frau Hilde transpirierte ein wenig, weil der Rucksack doch recht schwer war und sie sich gedacht hatte, es lohne sich nicht, ihn abzusetzen, wenn sie doch ohnehin gleich damit zu Bus rennen müsste.

Plötzlich, nach noch einmal vielleicht zehn Minuten, rief der Fahrer ins Mikro: „Alle wieder rein, es geht weiter!!“

Chaos brach aus und die heiße Schlacht um die kalten Sitzplätze entbrannte erneut.

Klein-Bübchen und Klein-Mädchen hatten sich übrigens inzwischen wieder lieb und knutschten so hingebungsvoll an der Haltestelle herum, dass sie um ein Haar das Wiedereinsteigen vergessen hätten.

Nun gut, es ging weiter. Die Frau Hilde war inzwischen auch ein klitzegrößeres bisschen genervt, weil es danach aussah, als käme sie erst gegen 21 Uhr in Hildehausen an. Fünfeinhalb Stunden, das war jetzt nicht das, was sich die Frau Hilde unter entspanntem Heimfahren vorgestellt hatte.

Irgendwann erreichte man dann das Ziel, die Frau Hilde hetzte in den Bahnhof – nur um festzustellen, dass der Zug gen Hildehausen vor drei Minuten gefahren war. Also eine halbe Stunde warten.

Aber nun war ja ohnehin alles egal.

Als die Frau Hilde gegen viertel nach neun abends ihre Wohnungstür aufschloss, war sie fürs Erste fertig mit der Welt und der Bahn. Gut, die konnte nichts dafür, also sowohl Welt als auch Bahn. Aber nerven tut das schon, wenn man statt drei Stunden von Haus zu Haus fast sechs davon unterwegs ist.

Nach einer Dusche sah die Welt dann auch wieder versönlicher aus.

Das Plühmschn hat’s übrigens nicht überlebt.

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
Dieser Beitrag wurde unter Der Leben an sisch, Dinge, die die Welt nicht wissen musste, So Zeugs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

54 Antworten zu Vom Zugfahren

  1. giftigeblonde schreibt:

    Oje schade um die Plümschchens 😦
    Aber der Bericht war klasse!
    Wie lange hast du denn noch Ferien?

    • frauhilde schreibt:

      Ja. Armes kleines Plühmschn. Muss ich mal Nachschub besorgen.

      Ich hab noch bis 16.8. Ferien, wobei die letzte Woche in der Schule verbracht wird (Konferenzen, Nachprüfungen, Vorbereitung, Stundenplan, Blabla … *seufz*).

  2. ClauDia schreibt:

    griiiiiiiiiiiiiiiiiiins… 🙂 tschuldigung! tut mir natürlich leid, Bahn Plühmsche und so…
    *kichert* entschuldigung, ist mir so rausgerutscht! würglisch! 🙂

  3. Corinna schreibt:

    Schade um das Blümchen. Das schien in guten Tagen richtig was herzumachen.

    … ja, und was die Bahn betrifft: „Die Bahn kommt.“ Aber sie fährt nicht immer weiter. Diese Erfahrung muss man gelegentlich machen, damit man zu schätzen weiß, wie entspannt Bahnfahren sonst sein kann. Ich fang‘ lieber nicht zu erzählen an. Das wird sonst länger als die Friseurgeschichte. 😉

    • frauhilde schreibt:

      Ja, das war mal ein sehr hübsches Plühmschn. Aber mit meinem zartbraunen Daumen und dem sicheren Gefühl dafür, Plühmschn kaputt zu kriegen, war ich wieder mal erfolgreich. *seufz*

      *setz und Keks nehm* Och, erzähl du man. Ich les das immer sehr gerne!

  4. Rana schreibt:

    Mit dem Rucksack, das ist doch klar: Er wird schwerer, weil da ja viel mehr Schweiß in der Kleidung ist. Logisch, oder? LG von Rana (schon voll am Schreibtisch und so…)

  5. michael schreibt:

    > Stellwerkirgendwasschadens …. ., die konnte nichts dafür, also sowohl Welt als auch Bahn.

    Und ob die Bahn was dafür kann. Ist doch deren Stellwerk.

    http://www.bahn.de/p/view/service/fahrgastrechte/uebersicht.shtml

    • frauhilde schreibt:

      Oui. Aber kaputt gemacht haben die das nich selbst.
      Sie hätten nur für schnellen Ersatz sorgen dürfen. Wobei, vielleicht haben sie das auch; aber mitten in der Pampa kriegt man das nicht so mit.

      • Seemädel schreibt:

        Ich hatte letztes Jahr eine Stellwerksstörung, die noch Tage und Wochen danach ging… bis dahin sollte man auch bis in die Pampa vorgedrungen sein *g*.
        Aber gut, wenn es allein schon 2 Stunden dauert, eine fehlende Staatsexamensaufgabe von Freiburg nach Konstanz zu bekommen, kann man natürlich verstehen, dass sowas länger dauern kann…

  6. Seemädel schreibt:

    Na hör mal, die Bahn wollte dir doch nur helfen, Geld zu sparen^^
    Den Link hat mein Vorschreiber ja schon gepostet. Stellwerkschaden ist für gewöhnlich definitiv im Bereich der Verantwortung der Bahn… auch wenn das Geld natürlich insbesondere bei günstigen Karten nicht viel ist…

    Bin mal gespannt, was ich am Sonntag so erlebe^^ Vielleicht fällt ja mal wieder die Klimaanlage aus, weil es ist ja zu heiß und so… oder irgendwo regnet und stürmt es und ein paar Bäume legen sich auf den Schienen schlafen… oder der Lokführer sitzt in einem verspäteten Zug… ich bin gespannt, was diesmal ist 😉

    • Seemädel schreibt:

      Und der arme Zugführer wusste vermutlich tatsächlich nichts genaues, wann es weitergeht oder der Bus kommt. (Nicht-)Informationspolitik der Bahn gegenüber ihrem Personal ist irgendwie auch nicht besser als gegenüber den Kunden…

      • frauhilde schreibt:

        Den trifft ohnehin am wenigsten Schuld. Mir tat er leid, weil sich der geballte Passagierfrust natürlich auf ihn entlud. Es trifft halt immer die Falschen …

    • frauhilde schreibt:

      Spannend bleibt es auf jeden Fall mit der Bahn!
      Musst du weit fahren?

      • Seemädel schreibt:

        Ja, einmal quer durch die Republik… wobei vor allem der erste Umstieg spannend wird, beim zweiten habe ich (zu viel) Zeit. Und beim dritten bin ich schon fast da, dann ist es mir egal, da fahren 1. viele Züge und 2. könnten mich meine Eltern notfalls abholen.
        Vielleicht hätte ich doch die Verbindung über Baden-Baden nehmen sollen, die Fahrkarte ist dieses Mal so teuer, dass sich das beinahe lohnen würde^^ Der Umstieg klappt nämlich höchstens in 50% der Fälle.

        • frauhilde schreibt:

          Ich wünsche jedenfalls gute Reise, pünktliche Züge – und du kannst ja mal winken, Hildehausen ist nicht soooo weit weg von Baden-Baden. 😉

          • Seemädel schreibt:

            Wenn die Bahn pöhse ist, dann hab ich sogar 59 Minuten oder so Zeit zum Winken… eigentlich will ich zwar gar nicht über Baden-Baden fahren, aber wenn in Hamburg der ICE weg sein sollte, dann werde ich wohl doch auf dieser Strecke landen. Ist es eigentlich paranoid, wenn man sich schon beim Buchen anschaut, was passiert, wenn man den Anschluss verpasst und welchen Zug man dann am geschicktesten nimmt? (Weil wegen Schlangen am Servicepoint und so, da könnte ja dann auch der nächste geeignete Zug weg sein, bis man an den Schalter vorgedrungen ist.)

            • frauhilde schreibt:

              Nö, ist es nicht. Mach ich auch immer. Und überlege mir dann Alternativen. Besonders dann, wenn ich mit der Strecke nicht vertraut bin.
              Manchmal klappt das aber nicht; ich habe mal im ICE von Hamburg spontan entschieden, in Karlsruhe statt in Mannheim auszusteigen. Ich hätt ja auch nachbezahlt. Aber die doofe Kontrolleurin hat mich zum Aussteigen genötigt. 😦

  7. diewiderspenstige schreibt:

    arme Hildi… Aber ich glaube, da bist du nicht die einzige, ich stand auch erst neulich wieder ne Stunde in der Gegend rum… *seufz*
    Aber wäre ein Koffer nicht vielleicht angenehmer gewesen…?

    Liebe Grüße
    „Widi“ (die noch nicht einmal die erste ganze Ferienwoche hinter sich hat 😀 )

    • Seemädel schreibt:

      Zum „kurz mal abstellen“ ist ein Koffer sicher praktischer, das denk ich auch öfter, wenn ich mit meinem Riesenmonstrum nur wenige Minuten warten muss (bei längeren Zeiten setz ich ihn ab) – aber beim Rennen zwischen Menschenmassen durch und über Treppen, weil man den Anschlusszug noch bekommen möchte, hat der Rucksack klare Vorteile *g*

    • frauhilde schreibt:

      Huhu Ferien-Widi 😉

      Ich hab keinen Koffer, weil mir der viel zu unhandlich ist. In Hildehausen fahr ich ja mit dem Rad zum Bahnhof (sind so anderthalb Kilometer). Und in DkdFHh-Dorf sind es nochmal ebenfalls anderthalb Kilometer bergauf. Da wäre mir ein Koffer ziemlich im Weg.
      Zumal ich gern die Hände freihab für so wichtige Dinge wie MP3-Player rumdatschen, nachm Wetter gucken und so was alles.

      • diewiderspenstige schreibt:

        Okay, das klingt alles ganz logisch 🙂
        Aber wie verdammt noch mal kriegt man seinen ganzen Krempel in einen Rucksack?! xD

        • Seemädel schreibt:

          Der Rucksack muss doch nur groß genug sein :lol:. Ich _habe_ noch nicht mal einen Koffer… und in die Koffer, mit denen meine Eltern normalerweise verreisen, passt sicher nicht mehr als in meinen 70l-Wanderrucksack. Und mit den Riesenkoffern, die wir für unsere Amerikareise damals gekauft haben, möchte ich erst recht nicht Bahn fahren…

        • frauhilde schreibt:

          Na ja, das ist ein Riesen-Trekkingrucksack. Mit dem war ich für fast vier Wochen in Südafrika, da passt also ordentlich was rein. Ich mach mal ein Foto davon.

      • Stefan K. schreibt:

        Ich dachte, spätestens ab 30 haben wir alle nur noch Trolleys 😉
        (Koffer auf Rollen)
        Hält der LehrerInnen-Beruf so jung? 😉

        Da ich zu leicht am Rücken schwitze, bevorzuge ich inzwischen in der Regel den Trolley…
        (aber die Rollen müssen natürlich groß und stabil genug sein…!)

        • frauhilde schreibt:

          Das ist aber doch so unpraktisch, diese Trolley-Teile. Also, zumindest, wenn man nicht nur fünfzig Meter ebene Strecke zu bewältigen hat.
          Nervt dich das Hinterhergeziehe nicht?

          Danke übrigens für die Mail und den Link (die war doch von dir, oder?). Das Bild ist wirklich niedlich!

          • Stefan K. schreibt:

            gern geschehen 🙂

            Nein, solange der Untergrund befestigt und halbwegs eben ist, finde ich das Ziehen viel bequemer 🙂
            (frag mal den Physiklehrer, warum das gleiche Gewicht leichter zu ziehen als zu tragen ist *gg*)

            • frauhilde schreibt:

              Das mag sein. Aber in südafrikanischen Dörfern empfiehlt sich einfach eher ein Trekkingrucksack. Und wo das Ding nu schon mal rumsteht …
              Außerdem brauch ich doch die Hände. Muss ja ab und an mal nach dem Wetter schauen und so. *hüstel*

            • Seemädel schreibt:

              Ich war einmal im Winter mit Trolley unterwegs… das war eine absolute Katastrophe wegen dem Split, der überall gestreut war. Ist wirklich nur was für freie, glatte Straßen und gut ausgebaute Bahnhöfe mit ausreichend Umsteigezeit.

  8. Eponine schreibt:

    Hachja, die Bahn… sowas kenn ich, da v.a. meine vielbefahrene Strecke eine verfluchte zu sein scheint. Von ganz normalen Verspätungen (die eigentlich gang und gäbe sind, bin immer voll erstaunt, wenn ich mal pünktlich ankomme!!!) über eingefrorene Signalhörner (mit nur 80 km/h fahren können und so) zu Triebwerksschäden und „Unfall mit Personenschaden“ (was das ist, wissen eh alle und irgendwie kommt das auf der Strecke oft vor, immer an derselben Stelle… strange!!!) hatte ich alles schon. Leider is die Strecke zu lang, um sie mittels Fahrrades zu bewältigen!
    Gut, dass du schlussendlich dennoch sicher heimgekommen bist! Und du hast vollkommen Recht: Eine Dusche entschädigt für vieles!

    • Seemädel schreibt:

      Meine Freunde meinen schon immer, ich sollte mal ein Buch schreiben^^ Das hab ich dann doch nicht vor, aber eine Blogserie ist in Arbeit, nachdem mir auffiel, dass ein Artikel nicht reicht *g*

      „Unfall mit Personenschaden“ gibt es bei mir daheim auch oft. Ist ja eine super Idee, eine Psychiatrie direkt an die Bahngleise zu bauen…

      • frauhilde schreibt:

        Auf die Blogserie bin ich sehr gespannt! 🙂

        Wenn ich das lese, kommen mir jede Menge makaberster Gedanken …

        • Seemädel schreibt:

          Kommt bald 😉
          Eigentlich ist sie fast fertig, ich muss aber nochmal etwas drüber schauen, weil manches hier und dort passte, damit nichts doppelt kommt und nichts fehlt.
          Man kann auf jeden Fall einiges beim Bahnfahren erleben, sowohl ganz „normale“ Dinge als auch Bahnchaos (z.B. 50 Schüler und der reservierte Waggon fehlt *g*).

          • frauhilde schreibt:

            Uah! Gut, dass ich da nicht begleitende Lehrerin war. Ich nehme an, ich hätte spontan einen Nervenzusammenbruch erlitten. 😀
            Aber ich hibbel schon. 😉

            • Seemädel schreibt:

              Wahrscheinlich fühle ich mich morgen irgendwie inspiriert, es weiter zu bearbeiten^^
              Unsere Lehrer waren damals erstaunlich gelassen, ich glaub, am meisten haben sich die anderen Fahrgäste dran gestört, die 1. Klasse gebucht hatten, um in Ruhe fahren zu können :lol:. Aber so in der 1. Klasse von Berlin nach Stuttgart zu fahren hat schon was…

    • frauhilde schreibt:

      Ich schimpfe ja äußerst selten, weil bei der Mordslogistik, wenn es da mal zu Verspätungen kommt, dann ist das halt so (schreibe ich jetzt gemütlich daheim; säße ich bei trölfzigtausend Grad in einem Zug, der grad abgeschmiert wäre, dann würde sich meine Antwort vermutlich anders anhören … *g*).

      Eingefrorenes Signalhorn ist aber auch schick, das kannte ich bisher noch nicht. Is ja auch doof. Kann er gar nich hupen, der Fahrer.

      • Seemädel schreibt:

        Eingefrorenes Signalhorn? Das ist bestimmt vor allem auf so Nebenstrecken interessant, wo bei jedem Übergang gehupt wird :lol:.
        Ich kannte bisher aber auch nur eingefrorene Weichen und vereiste Oberleitungen.

  9. Jürgen schreibt:

    Entnahm ich bisher nur der Zeitung, wenn ein Zug liegenblieb. Jetzt weiß ich, wie es wirklich ist.
    Letzte Ferienwoche: Sagen Sie mal, Frau Hilda, müssen Sie da alle rein?? Oder macht es Euch etwa Freude??

    • frauhilde schreibt:

      Passiert so was in Bayern nicht so oft? Hm, wahrscheinlich nicht. Ihr steigt ja IN München IN den Flughafen ein und so was alles … 😀

      Freude im Sinne masochistischen Erduldens vielleicht.
      Also, zur Nachprüfung nur die Lehrer, die prüfen. Zur Dienstversammlung natürlich alle (außer Kollegin U., die seit trölfzig Jahren in der letzten Ferienwoche in Urlaub fährt). Und die Tage vorher gehen die meisten, einfach, weil dann nicht am Freitag vor der Dienstversammlung hundertzwanzig Lehrer das LZ bevölkern, in ihren Fächern rumwühlen und jedem, der es nicht wissen will, erzählen, dass SIE dieses Jahr den wirklich SCHRÖCKLICHSTEN Stundenplan seit Erfindung desselben abbekommen haben.
      Wie läuft das bei euch ab?

      • Jürgen schreibt:

        Na ja. Wir sind nicht hundertirgendwieviel, sondern 30. Das ist ein großer Unterschied. Und die erste Dienstkonferenz ist einen Tag vor Schulbeginn.
        Aus Nachprüfungen machen wir nach Möglichkeit Vorprüfungen, noch im Juli.
        Die Schulleitung ist länger bzw. früher wieder da, und von den KollegInnen kommt, wer am Stundenplan mitarbeiten will.

  10. christaschule2010 schreibt:

    Armes Plümschen! Arme Frau Hilde! Bööööse Bahn! Gut, dass das Wetter noch da war! Routine ist ja wichtig in so einem Fall, oder?

    • frauhilde schreibt:

      Ja, auf jeden Fall. Es wäre auch ganz schrecklich fürchtebar gewesen, wenn das Wetter weg gewesen wäre. Hätte ich ja nie mehr danach schauen können! Oh wei!

  11. Judith schreibt:

    Ich bin gespannt – ich fahre nächstes Wochenende gen Süden. Allerdings nicht ganz bis in die Heimat in die Nähe von Hildehausen, diesmal nur zur Verwandschaft in NRW (Überraschungsbesuch, hihi, ich freu mich). Bin gespannt… Als ich letztes Mal in die Heimat gefahren bin, hätte ich in Frankfurt umsteigen sollen, hab dann aber wegen weil Verspätung, im Zug meine Pläne geändert. Von der übernächsten Halte wusste ich nämlich, dass ich zur Not bis 0.30 Uhr nach Heimat komme und zur Not abgeholt werden kann. Nach Frankfurt und von Frankfurt weg kommste nur zwischen 6 Uhr und 9 Uhr gut und dann wieder von 17 Uhr bis 20 Uhr – und auf ne Nacht am Frankfurter Hbf hatte ich nur keine Lust…

    • frauhilde schreibt:

      Das kann ich verstehen. Obwohl, der ist so groß, da hättest du dich die ganze Nacht damit beschäftigen können, einmal drumrum zu latschen …
      Ich wünsche dir aber viel Erfolg bei deiner Reise und hoffe, die Verwandtschaft freut sich! 🙂 (Und die Züge fahren so, wie sie sollen …)

      • Judith schreibt:

        Danke schön! Oh, ich bin mir sehr sicher, dass die Verwandtschaft sich freut – ist quasi engste Verwandtschaft, hat nen runden Geburtstag 😀 Hab mich aber anderweitig einquartiert, ganz so dreist wollte ich dann doch nicht mit der Tür ins Haus fallen. Und in dem Fall ist es wirklich gut und günstig, wenn man noch eine andere Person in der großen Stadt kennt 😀

  12. handvolldackel schreibt:

    Wenn ich die Lebenszeit abziehen könnte, die ich auf Bahnhöfen/ in still stehenden Zügen verbracht habe (und vielleicht noch die Zeit, in der KLM mein Gepäck in ein anderes Flugzeug verfrachtet hat), dann wäre ich jetzt keine Frau mittleren Alters, sondern ungefähr zwanzig.
    Das oben kenne ich auch – während meiner Fernbeziehung musste ich immer einen Anschlusszug erwischen, das hat mit der regulären Verbindung nie geklappt, also bin ich ein/zwei Züge früher los, Platz greservieren ging nie, weil ich ja nie wusste, welchen Zug ich erwischen würde, und dann vier Stunden mit betrunkenen Bundeswehrsoldaten auf dem Gang.
    Wenn ich so drüber nachdenke: Eigentlich hat mich das älter gemacht. Vermutlich bin ich jetzt schon sechzig.

    • Seemädel schreibt:

      Oh, so hab ich das noch gar nicht gesehen. Das ist eine gute Idee, vielleicht kann ich mich doch nochmal ein paar Jahre jünger machen :lol:.

    • frauhilde schreibt:

      Nein, du musst andersrum rechnen – eigentlich bist du Anfang 20, wenn man die ganze Wartezeit in Zügen/ auf Züge wegrechnet. Das ist doch toll, finde ich. Dank der Bahn sind wir alle viel, viel jünger, als wir glauben zu sein. 😀

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