Schnellchen XLII

Oder: Penis mal anders.

Heute bei den doofen anderen Geschichtsachtern.

Achterle S. kämpft sich durch einen Text über die Risiken in der mittelalterlichen Stadt. Es geht unter anderem darum, dass die Feuergefahr sehr groß ist, weil die Dächer mit Holzschindeln gedeckt sind.

S. liest: „… weil die Dächer mit Holzschniedeln gedeckt sind.“

Stunde war ab diesem Moment gelaufen.

Seufz.

Advertisements

Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
Dieser Beitrag wurde unter Schnellchen, Schulkramzeugs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

37 Antworten zu Schnellchen XLII

  1. daslandei schreibt:

    *rofl* – na nu musste ich aber auch sehr lachen über die Holzschniedel auf den Dächern..

    Aber man ist zuweilen erstaunt, was so hormongesteuerte Pubertiere nicht alles aus der Fassung bringt. Und ich hab nur eins davon und auch das nur leihweise…

    • frauhilde schreibt:

      Falls es dich tröstet: Ich musste auch sehr lachen.
      Und jetzt schulde ich der Klasse Schokolade, weil ich, als sie mich mal wieder fürchterbar geärgert haben, gesagt hab, wenn sie es schaffen, mich unabsichtlich zum Lachen zu bringen, gibt’s Schokolade.
      Gab’s im ganzen Schuljahr bisher zwei Mal, jetzt das dritte Mal.

      Fuu, leihweise ist gut. Kann man dann reklamieren und zurückgeben. 😉

  2. Kaethchen schreibt:

    heißa! und was macht man danach so? so als lehrer? fürchte mich etwas vor dem alter bei meinen jungs…. (ist ja glücklicherweise noch ein stück hin). aber alle achtung an den jungen mann: das muss man erst mal schaffen!

    • frauhilde schreibt:

      Lachen, Käthchen, ich konnte nicht anders. 😉

      Der junge Mann hat das übrigens erst gar nicht gemerkt. Erst die tobende Meute um ihn herum hat ihn auf seinen Fauxpas aufmerksam gemacht.

  3. Corinna schreibt:

    Oh, oh! Ich habe da eben auch ein ganz merkwürdiges Bild vor Augen gehabt und herzlich gelacht. Schön, wie die lieben Kleinen immer für Erheiterung sorgen. 🙂

  4. Hahahahahahahhaha … 😀
    Schniedelmäßig könnte ich ebenfalls Schulbrüller beitragen, aber ich Depp bin nicht inkognito.
    Alle Beteiligten zuckeln montags bis freitags in dieselben Räumlichkeiten. Gut, die Lehrkraft schreitet fest aus. 😉

    • frauhilde schreibt:

      Haha, das trifft es SO auf den Punkt!
      Und ich werde NIE mehr zu egal welcher Klasse in Bezug auf die Anschaffung der nächsten Lektüre sagen: „Besorgt’s euch bitte selbst!“ *arghs* 😀

  5. rotezora. schreibt:

    Sehr gefährlich, diese Schniedeldächer. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man nur handbetriebene Spritzen hatte… Gaaaanz riskant sind übrigens auch fiktive Texte, als solche angekündigt schlägt die Begeisterung zunächst hohe Wellen. Irgendwann, auf Seite 10+x ist klar: Es handelt sich nicht um pornografisches Material. Welche Enttäuschung!

    • frauhilde schreibt:

      Der hat jetzt einen Moment gedauert … (ich lese Kommentare anders als Schüler ihre Arbeitsaufträge lesen! *g*)
      Ja, fiktive, fiktionale und sonstige Texte sind auch sehr gefährlich!

      Die ausgewiesene Lessing-Expertin, die ich im Zuge der Vorbereitung mal wieder bemüht habe, trägt übrigens den Namen Monika Fick.
      Ich denke, ich werde das vor den Schülern verschweigen. 😉

      • Tina schreibt:

        😀 bei mir hat’s auch den Kommentar von der Frau Hilde gebraucht, um das mit den fiktiven Texten zu verstehen… Ich kann dazu nur beitragen, daaaaamals, 7. Klasse, irgendeine Latein-Stunde noch relativ zu Beginn der zweiten Fremdsprache: Die Lehrerin liest voller Enthusiasmus den lateinischen Text vor, übrigens sehr betont. „Caesar pauca verba facit.“ Ja, das war auch schön. 😀 Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch die Wortbedeutung „treiben“, die neben „machen“ in der Vokabelsektion stand… 😉

        Und zur Lessing-Expertin: Ohje, die arme Frau. Mit so einem Namen sollte man wohl definitiv nicht Lehrer werden – da ist Literaturwissenschaftler wohl die gesündere Wahl 😀

  6. giftigeblonde schreibt:

    gggg, sehr erheiternd in einer Schulstunde.
    Und die lieben Kinderleins werden sich sehr über deine SChokoladengabe freuen.

  7. hoetuspoetus schreibt:

    😆 wir hatten früher einen Spezi in der Klasse, der hat bei Englisch das Wort
    Campenies immer sooooooo überdeutlich betont….
    er hat zwar gemerkt, dass alle lachen, aber NIE verstanden WARUM …… ich sage nur: kamm*peeeeenis

    DAS ist aber auch DER, der mal einen Brief übersetzen sollte.
    Oben stand „Dear Mr. Miller“ und er übersetzte: „Dir Herr Müller“
    Unser Lehrer fragte nach und unser Spezi übersetzte: „Dir Herr Müller“
    Unser Lehrer fragte erneut nach und unser Spezi übersetzte abermals : „Dir Herr Müller“
    ….. das ging dann gefühlte fünfundneunzig Mal so weiter….
    DIE Stunde war auch gelaufen…

    Dir ein zauberhaftes Wochenende
    Katja

    • frauhilde schreibt:

      Hach, das sind dann aber die nettesten Schulerinnerungen, oder? So was bleibt einem einfach im Gedächtnis.

      Danke, liebe Katja, das wünsche ich euch Dreien auch! 🙂 Grüß Söri von mir; ich Trotteline hab’s am Dienstag schon wieder verschusselt. Aber ich bleib dran, schließlich mag ich doch auch noch ein Bingo haben! 😉

  8. Jürgen schreibt:

    Lustig.
    Ein schönes Wochenende, Frau Hilde.

  9. Ralph schreibt:

    Freudige Versprecher und sexuelle Zweideutigkeiten sind genau mein Ding 😉

  10. apglonn schreibt:

    Ich muss auch mal langsam aus der Pubertät rauskommen (höhöhö, kommen!) … 😉 Schönes Wochenende.

  11. Anne schreibt:

    Ach, Frau Hilde, komm (höhö) mal erst in den Musikunterricht – lachflash-Fallen ohne Ende. Meine Nerven… So viele Synonyme kann ich gar nicht finden, zumal es ja oft Fachbegriffe sind.
    Notenständer
    Blechbläser
    DoppelROHRblatt
    Homophonie (nein, das Gegenteil heißt nicht Heterophonie!)
    und der Oberbrüller: Terz – Quarte – Quinte – *Trommelwirbel* SEXte

    • frauhilde schreibt:

      Hihi.
      Ich würd ja vorschlagen, Musikunterricht in der Mittelstufe auszusetzen. Aber das wird ja in der Oberstufe auch nicht besser … 😉

      • Anne schreibt:

        Jup. Neulich in der Kursstufe: Geschichte der Oper.
        Natürlich musste einer das Thema „Kastraten“ zur Sprache bringen, „also diese Sänger, die man, ähm, irgendwie, äh operiert…“ Zwischenrufer: „Penis abgeschnitten!“
        *seufz* Also spontaner Exkurs in die Biologie, wo die Kindelein offenbar auch nicht aufgepasst haben…
        (viel Spaß mit den nächsten google-Suchern auf Deinem Blog 😉 )

  12. English teacher schreibt:

    Schön auch, wenn die in Klasse 6 zu lernende Englischvokabel „important“ ständig auf der ersten Silbe betont wird und die prustende Hälfte der Kinderlein dann für den Rest der Stunde der anderen Hälfte erklärt, warum das sooo lustig ist.

    • frauhilde schreibt:

      Das musste ich jetzt laut lesen. Aber dann … 😀
      Man denkt als Lehrer ja meist nicht so zweideutig. Es ist dann immer wieder überraschend, auf was für Ideen die Kindlein so kommen …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s