Schnellchen XLVIII

Bei den doofen Geschichtsachtern. Da die Klasse derart brav mitgemacht hat, dass der Frau Hilde die Ohren schlackerten, gibt es zehn Minuten vor Schluss ein kleines Spielchen (Tabu).

An der Tafel steht zum Erklären unter anderem „D-Zug“.

Kommentar einer Schülerin: „Was soll’n DAS sein??“

Da hat sich die Frau Hilde, die mit selbigwelchem noch in die Schule gefahren ist, damals, da, aber mal richtig, richtig alt gefühlt …

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
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41 Antworten zu Schnellchen XLVIII

  1. michael schreibt:

    > …. aber mal richtig, richtig alt gefühlt …

    Wieso ? Bloß weil irgendsoeine 14jährige mit dem Wort nichts anfangen kann ?

  2. hoetuspoetus schreibt:

    oh nein NICHT alt fühlen……!!!

    Als wir am WE mit einer Horde Mädels einen JGA gefeiert haben
    …unser Küken (knapp über 20) heiratet am 11.04.
    da dachte ich auch …… komme ich vom Mars … oder what?

    Das Lokal war leider unterirdisch… die Bedienung duzte uns von Anfang an.
    Heike ( knapp über 40) meinte nur…. „DIE hält uns ALLE für SO jung!“
    – OK! Dann nehme ich DAS mal als Kompliment.
    Als wir dann aber im Gespräch waren und ein paar Wörte fielen,
    welche die BEDIENUNG aufschnappte und nicht kannte….
    fragte DIE erst mal nach….
    Cool … nicht wahr? …. die fühlte sich so richtig wohl bei uns…..
    nur wenn es um die Nachbestellung der Getränke ging … war sie plötzlich LANGE mal weg.
    Als es dann ans Auspacken der Geschenke ging … war sie wieder DA! – zu komsch

    WAS wollte ich eigentlich erzählen…..? – ach so….. von wegen „alt fühlen“ ….
    Wir mussten auch den jungen Mädels am Tisch ein paar Sachen erklären.
    Kannten DIE halt nicht……
    Zwei von denen haben Babys zu Hause …
    und eine von der Mama war zum ERSTEN Mal abends lange OHNE Würmschen weg….
    Da konnten WIR … die ihre Kids aus dem Gröbsten raus haben (*kicher*kicher)
    ein wenig was zum Besten geben und eben auch viel erklären….
    Die so genannte Schwangerschaft-Demenz hielt wohl noch an!

    DANN legten die „Kurzen“ los….
    die haben uns Ollen 40ern dann auch ein wenig was erklärt
    … von wegen Schminke…. Tattoos … welche Disco angesagt ist …
    (Mein Mund stand – so vermute ich – zeitweise etwas offen)
    ICH wollte erst etwas sagen……
    Doch als ich in Heikes Gesicht sah und an ihren Augen ihre Gedanken lesen konnte –
    wusste ich plötzlich ….
    NEIN – WIR sind nicht alt!!! Wir sind REIF, DISZIPLINIERT……….
    und haben vieles einfach nur vergessen….
    weil es schon soooooooo lange her ist!!!!
    😆

    Dir einen schönen Start in die neue Woche! Liebe Grüße …
    Katja

    • frauhilde schreibt:

      Stimmt, wir sind reif! Das klingt gut.

      Und so ist es doch toll, wenn beide Seiten voneinander profitieren können.

      Dir ebenfalls einen zauberhaften (Copyright Katja *g*) Wochenanfang! 🙂

  3. sunshinemuffin schreibt:

    Ich kenn‘ das auch nur aus dem Spruch „Eine alte Frau ist doch kein D-Zug.“ … und ich bin schon 19…

  4. daslandei schreibt:

    Hihi, genau die Sache mit dem D-Zug musste ich letztens dem Leihteenie erklären. Und ja, man kommt sich dann sehr sehr alt vor ;).

    • frauhilde schreibt:

      Oh ja, allerdings.
      Wir sind damals sogar noch mit einem Schienenbus gefahren. 😀
      (War prima, da konnte man während der Fahrt die Türen öffnen, die Füße raushängen und leider auch beim Bremsen Leute aus dem Zug schmeißen …)

      • rotezora. schreibt:

        Der Schienenbus wurde auch Triebwagen genannt, und es handelte sich dabei mitnichten um einen PKW mit Liegesitzen…

        • frauhilde schreibt:

          Man konnte die Lehnen der Sitze dafür je nach Fahrtrichtung des Zuges klappen. (Ich schwelge gerade in Erinnerungen, dabei war das damals gar nicht so schön, wegen weil der ist ja so langsam gefahren, dass die Heimfahrt gefühlte Ewigkeiten dauerte …) 😉

  5. Corinna schreibt:

    Vielleicht ist das auch wieder mal nur ein Zeichen dafür, dass die lieben Kleinen einen geringen Wortschatzumfang haben (siehe erbrechen in einem Deiner letzten Posts). Von daher bin ich gerne etwas älter.

    • frauhilde schreibt:

      Das mag sein, aber D-Züge gibt’s ja heute in dem Sinn tatsächlich nicht mehr.
      Und älter sein ist schon irgendwie okay. Nur auf die Zipperlein könnte man verzichten. 😉

    • rotezora. schreibt:

      Ich glaube nicht mal, dass der Wortschatz geringer ist, er hat sich nur verschoben. Man denke doch mal umgekehrt, wer konnte vor 30 Jahren mit den Begriffen Handy, USB-Stick oder Navigationssystem etwas anfangen? Ist es so schlimm, wenn die jungen Leute keinen D-Zug und bald auch keine Telefonzelle oder Schreibmaschine mehr kennen? Man hat doch im Fall der Fälle Zugriff auf eine Unzahl von Informationen, der modernen Technik sei Dank.

  6. Manu/FrauWeibsvolk schreibt:

    Ach Du liebe Zeit!! Das sind so Dinge, wie Wahlscheiben ( Telefon ) oder Schallplatten…!

    LG von einer, die sich jetzt auch alt fühlt.

    • frauhilde schreibt:

      Oh, Wählscheibentelefone. (Am besten noch die in diesem geschmackvollen Graubeigeton!)

      Schallplatten kamen ja vor einiger Zeit wieder in Mode. Aber wenn man davon erzählt, schaut einen die Schülerschaft trotzdem meistens an, als sei man ein Alien.

      • rotezora. schreibt:

        Graubeige? Niemals! Wenn schon, dann im klassischen Schwarz!

        • Pi mal R Quadrat schreibt:

          Die Mutter meines besten Freundes hatte ein grünes, wir ein graubeiges… oweh ist das lange her. 😥
          Einer meiner Nachhilfeschüler hat mich vor ein paar Monaten geschockt, als er nichts mit Tetris anzufangen wusste!. 😮
          Nach MCs oder Videokassetten zu fragen trau ich mich gar nicht erst…

          Gut, ich muss gestehen, ich kenn den D-Zug auch nur aus der Redewendung 😳

  7. KC schreibt:

    Quatsch mit Soße, alt. Die Bahn ist schuld, die hat die Züge ja schließlich umbenannt 😀

  8. Anne schreibt:

    Tja, Oma Hilde, lächeln und schm…äh..winken 😉
    Wieder ein Begriff mehr, der in einer Fußnote erklärt werden muss, siehe schon hier: http://norberto42.wordpress.com/2014/02/03/benn-d-zug-analyse/
    (Hab ich erzählt, dass mir in einer Texterörterungs-Klausur mal militärische Argumente begegneten? Im Text stand halt „ABC-Schützen“ – nur leider war das Thema „Bedrohung der Printmedien durch das Internet“. o.O)

    • frauhilde schreibt:

      Au weia! :mrgreen:

      Irgendwann sind unsere Fußnoten länger als der Text. Apropos. Heute Rede zum Shakespeares-Tag gelesen. Ich habe selten in so verzweifelte Gesichter geblickt. Da benötigt es so viel Erklärung, dass man das Ding gleich selbst interpretieren kann. Muss ich nächstes Mal anders angehen. *notier*

  9. Annika schreibt:

    *kopfkratz*
    Ich kenne das auch nur aus dem gleichen Zusammenhang wie sunshinemuffin.
    Ist das ein heutiger ICE?
    Annika

    • frauhilde schreibt:

      Nein, ein D-Zug ist ein Durchgangszug: http://de.wikipedia.org/wiki/Schnellzug#Durchgangszug_.28D.29.
      Wir sind damit in die Schule gefahren (das waren so 12 km).

      • Stefan K. schreibt:

        … aber auch unsere Generation weiß bzw. wusste nicht, warum ein Schnellzug „D-Zug“ heißt 😉
        Denn die Zeit, dass es Zugwaggons gab, in denen man jedes Abteil nur von außen erreichen konnte (von denen sich ein D-Zug eben unterschied), ist so lange her, dass nur Eisenbahnfans das noch wissen…

        … und selbst als Eisenbahnfan finde ich, dass das Wort getrost in Vergessenheit geraten kann 😉

        Übrigens: ich hab mal mitbekommen, dass heutige Erst- und Zweitklässler hier in der Großstadt über das Wort „Mofa“ stolpern, das in einer Sprachlernsoftware aus den 80ern auftaucht. Ist das ein Großstadtphänomen oder kennen die Kinder diese schrecklichen Dinger in kleinen Städten/ auf dem Lande nicht mehr als „Mofa“?

  10. Ein D – Zug ist das genaue Gegenteil der A – Klasse, ist doch logisch…

  11. handvolldackel schreibt:

    Ich war letztens bei H&M, um etwas zu kaufen, was ich „Jogginghose“ nenne, außer mir nennt die keiner mehr so, weil alle mit Activewear Leggings oder so um die Alster joggen. Also habe ich mich vorher schlau gemacht, die Dinger heißen heute „sweatpants“. Bei H&M angekommen, fühle ich sofort dieses „Du bist nicht Zielgruppe, du bist uncool und mindestens zwanzig Jahre zu alt „-Gefühl. Um schnell wieder zu verschwinden, frage ich eine Verkäuferin nach Sweatpants.
    „Was?“
    „Yogapants?“, rate ich.
    „Ach so zum Sport machen?“
    Ich bejahe. Falls irgendwer auch eine will: Die stehen bei den Basics.
    Ich fühle mich so alt.

  12. Jürgen schreibt:

    Ich fuhr in meinem ersten Jahr immer mit dem TEE nach Aschaffenburg …

  13. giftigeblonde schreibt:

    frauhilde du bist nicht alt.
    Aber die sind zu jung dass sie so wichtige Worte kennen gggggg!
    @handvolldackel da wäre ich mir besonders blöd vorgekommen, ich kenn das unter laufhose und such gleich im Sportgeschäft 😉

  14. Patty schreibt:

    Wir hatten ja nix damals! Außer den D-Zug.

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