Von Schulerlebnissen: Blogevent

Erstmal bedankt sich die Frau Hilde ganz, ganz herzlich bei allen, die mitgemacht haben!

Ihr habt die unterschiedlichsten Geschichten erzählt; von Erlebnissen, bei denen man lachen musste bis hin zu welchen, bei denen man nur betroffen schweigen kann.

Von einem Amokalarm, der für sich genommen schon der schiere Horror ist, gepaart mit der wahrscheinlich saudümmsten Reaktion ihres Englischlehrers darauf, berichtet Frau Butterbrot.

Ein gestörtes Verhältnis zum Krähen an öffentlichen Orten, vor allem, wenn der umschwärmte Geschichtslehrer Zeuge davon wird, hat seit 1991 Teacheridoo.

Doris‘ Schulerinnerungen sind geprägt von drei einschneidenden Erlebnissen: Dem Tod eines Schulfreundes in der 3. Klasse, dem einer Lehrerin und dem Unfalltod einer ehemaligen Mitschülerin. Gerade der des Schulfreundes hat die Frau Hilde betroffen gemacht. Doris erzählt von der Grausamkeit der Kinder, die oft versucht hatten, auf Kosten dieses Klassenkameraden gut dazustehen.

Während seines Referendariats hatte Bob Blume (Anm. d. Fr.H.: Blume ist ein toller Name!) ein wunderschönes Erlebnis mit der Wahnsinnsdynamik, die sich aus einem Arbeitsauftrag heraus ergeben und die ganze Klasse mitgerissen hat.

Mit Gruseln erinnert sich die liebe Sina an den Kochunterricht und vor allem daran, wie sie ihre ungeliebten Bananen und ihren ganz und gar ungeliebten Vanillepudding einst zusammen in einem Rezept kochen und dann auch noch davon probieren musste.

Ein heißer Sommertag und ein geöffnetes Kellerfenster an der Schule weckte Anna-Lenas kriminelle Energie. Womit sie und die Mit-Einbrecher nicht gerechnet hatten, war, dass womöglich Menschen in der Schule sein könnten. Aber lest selbst!

Zum Thema „Kinder können grausam sein“ trägt auch Psychoberta bei. Sie erzählt unter anderem davon, wie es ist, wenn man eben nicht der Coolste, Lässigste usw. ist.

Dem traurigen Schicksal eines Klassenbuchs hat sich Widi angenommen. So ein Klassenbuch muss ja viel mitmachen. Und manchmal … ja, manchmal, da brennt es dann auch durch. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ihre musikalische Ader entdeckte die Klasse von Tina; allerdings nicht unbedingt in einem Moment, in dem das angebracht gewesen wäre, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Mit verschmierter Brille, fürchterbar nervös und dann auch noch vor versammelter Mann- bzw. Lehrerschaft in die Sonne schauen müssend – so bewältigte das Landei sein (bzw. ihr) mündliches Abitur. Als sie dann auch noch rechnen musste, kam, was kommen musste: Ein klassischer Blackout.

Per Mail hat Anne von einem Ereignis berichtet, dass kein Lehrer (und generell kein Mensch) erleben möchte:

„Björn. Dass ich den Namen auch nach fast 20 Jahren noch weiß, daran sieht man, dass es wirklich eindrücklich war. Und gelernt habe ich auch daraus…

Also lang, lang ist’s her, die Frau A. unterrichtet seit einem dreiviertel Jahr an der ersten Stelle nach dem Referendariat, ist also noch ziemlich feucht hinter den Ohren.
Draußen ein schöner Frühsommertag, drinnen Deutsch in einer 7. Klasse.
*schnippschnipp* „Frau A., kann ich ein bisschen vor die Tür? Mir ist nicht so gut.“
„Ok, Björn, frische Luft kann nicht schaden.“
Björn geht, Frau A. unterrichtet fröhlich weiter. Und weiter. Und… Irgendwann fragt sein Tischnachbar: „Wo ist eigentlich Björn?“
„Oh. Geh doch mal schauen, wie’s ihm geht.“
Der Tischnachbar geht – und stürzt sofort wieder in den Klassenraum:
„Der Björn liegt hier vor der Tür!“
„WAS?“
Da, hingestreckt an der Wand auf dem Teppichboden, ohnmächtig. Atmet noch. Stoßgebet, Seitenlage, Notarzt, aufgeregte Kinder, das volle Programm.
Puh.
Nachmittags erzählt die Mutter im Telefonat, dass es ihm schnell wieder gut gegangen sei. Der Arzt habe ihr erklärt, dass es wohl eine Stelle am Arm gebe, die, wenn man dort den Nerv drückt, irgendwie zeitverzögert das Hirn abschaltet (Old Shatterhand-Art). Kurz vor meiner Stunde hatten die Jungs in der Pause gerauft und dabei muss einer wohl unglücklich zugefasst haben.
Nur aus Sicherheit bleibt Björn am nächsten Tag daheim – was ihn schwer wurmt, weil er, die Sportskanone, so die Bundesjugendspiele verpasst.

Was hat Frau A. gelernt aus der Mär? Kein Schüler geht allein vor die Tür!
(aber sowas von niemals nicht… und bei jedem Miristschlecht denke ich an Björn und danke, dass nichts Schlimmes passierte).“

 

Danke nochmal für all die wunderbaren, lustigen, traurigen, nachdenklichen Erinnerungen, von denen ihr erzählt habt!

Bo-bo-borowski und all das. Sagt die Frau Hilde und setzt mal eine HÜ für die netten Geschichtsachter auf.

 

 

 

 

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Über frauhilde

Chaostrampelndes Lehrerschusselchen
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22 Antworten zu Von Schulerlebnissen: Blogevent

  1. giftigeblonde schreibt:

    KLasse, ein paar Geschichten habe ich schon gelesen, einige werde ich noch nachlesen müssen.
    Hat Spaß gemacht und lieb dass du dir soviel Arbeit machst 🙂

  2. Tinalise schreibt:

    Schließe mich an: Vielen Dank, liebe Frau Hilde, sowohl für das Blogevent an sich als auch die schöne Zusammenfassung jedes einzelnen Erlebnisses. 😉 Ich hab‘ auch brav alle gelesen – wirklich tolle, zum Teil aber auch sehr bewegende Geschichten!
    Ich bin jetzt Blogevent-Fän. 🙂

  3. psychoberta schreibt:

    Ich bedanke mich auch ganz herzlich. War ein schöner Denkanstoß. Gerne wieder.

    • frauhilde schreibt:

      Freut mich, dass es dir gefallen hat!
      Ich weiß nur nicht genau, welches Thema das nächste Blogevent haben könnte. Wenn du Ideen hast, gerne her damit! 😉

      • psychoberta schreibt:

        Mhm, okay. Beispiele: 12 oder 13 Jahre Abi? (ich habe zB 12 Jahre gemacht, andere 13 und von einigen weiß ich, dass die 11 nur Eierschaukeln war); Bewertung der Fähigkeiten seiner Lehrer (war bei mir extrem unterschiedlich, was zu drastischen Notenveränderungen in ein und demselben Fach geführt hat); Lieblingsfach/Hassfach in der Schule; die fürchterlichsten Bücher (Filme?), die man für die Schule lesen (sehen) musste (definitiv Herr der Fliegen); Schummelgeschichten; mehr hab ich gerade nicht. Aber mir fällt bestimmt noch mehr ein. LG

        • frauhilde schreibt:

          Das sind ja jede Menge gute Ideen, vielen Dank!
          Aber als Deutschlehrerin kann ich doch nicht nach dem Hassbuch fragen! *g*
          (Wobei, als Schülerin kann ich mich gar nicht mehr erinnern; ich hab eigentlich alles recht gern gelesen. Als Lehrerin fallen mir da spontan schon zwei, drei Bücher ein … :D)

          • Tinalise schreibt:

            Ich bin auch für weitere Blogevents zu haben! 😉 Die Ideen von psychoberta finde ich auch gut 😀 Daumen hoch!
            (Und das mit den Büchern kann sich auch total wandeln, ich habe z.B. eines in der 8. gelesen, was ich bis zum Rest meiner Schulzeit als grauenvoll langweilig in Erinnerung hatte, und in der Uni musste ich’s nochmal lesen und dann ging’s eigentlich. 😀 )

  4. Anna-Lena schreibt:

    Ich fand es unbedingt nachahmenswert, liebe Frau Hilde. Hat Spaß gemacht und ich habe ein paar neue und lesenswerte Blogs entdeckt.

  5. fraubutterbrot schreibt:

    Ich schließe mich ebenfalls ALLEN Vorrednern an. Ausnahmslos 🙂
    Hat mir viel Spaß gemacht, nachzudenken, zu schreiben und andere Erlebnisse zu lesen. Vielen Dank, liebe Hilde! Bin schon gespannt, was du dir für deinen nächsten Blog-Event ausdenkst!

  6. meinesichtderwelt schreibt:

    Ich reihe mich ein, bin noch nicht ganz durch alle Beiträge, aber was ich bislang gelesen habe ist so unterschiedlich, einfach wunderbar! Vielen Dank für die tolle Idee – bin gerne auch bei einem nächsten Thema dabei. Und ich find ja den Vorschlag mit Schummeln toll, ist zwar schon ganz schön lang her – aber vergisst man seine besten Tricks? Bestimmt nicht 😉 Ganz liebe Grüße von Doris

  7. Tinalise schreibt:

    😀 voll peinlich, das, aber: Ich hatte bis vor zwei Tagen ein ziemlich eindrückliches Schulerlebnis (für mich war’s eindrücklich, ich war ja eine arme, verzweifelte kleine Neuntklässlerin :D) komplett verdrängt. Ich hab‘ ja dann mit einem andren teilgenommen, und das Event ist ja nun auch vorbei und sowas alles, aber… ich hab’s trotzdem mal noch nachträglich veröffentlicht. 😀

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