Geschützt: Vom Feiern fallender Feste

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Schnellchen LIII

Weil gerade ein bisschen Sauregurkenschülerzeit ist und eigentlich kaum etwas Bloggenswertes passiert, zwei kleine Impressiönchen vom Korridingsen.

 

dfh2

Mahtrescherföhn. O-keeeeeh. Die Frau Hilde rätselt immer noch, was das sein soll. Mahtrescher kann man sich ja irgendwie herleiten. Föhn auch. Aber was in aller Welt ist ein Mahtrescherföhn??

Ideen?

dfh22

Schülerneologismen in Kursarbeiten. Immer wieder niedlich.

dfh33

So. Und genau DESHALB hat die Frau Hilde Angst vor ihren elektronischen und sonstigen Haushaltsdingen, zu denen sie ihren Briefkasten jetzt einfach auch mal zählt.

Erstens: Wieso unterschreibt der Briefkasten die Empfangsbestätigung? Ist der überhaupt geschäftsfähig?

Zweitens (und für diesen zweitdümmsten Wortwitz seit langem ist diesmal Herr A. verantwortlich): Hat der womöglich eine Briefkastenfirma gegründet??

 

Mit diesen tiefschürfenden Gedanken und weltbewegenden Fragen entlässt euch die Frau Hilde jetzt mal in die Nacht.

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Schnellchen LII

Einfach mal ohne Worte …

schnellchen

 

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Von leidenden Kolleginnen und dem Korridingsen

Nicht nur der Frau Hilde geht es so, dass sie beim Korridingsen manchmal den Glauben an Mensch- und Schülerheit verliert – Errolbundelfeuerstein hat’s diesmal noch schlimmer erwischt … A-bär es ist irgendwie nur brüllkomisch!

errollsblog

diesmal: Geschichtsarbeit.

Lest und lernt!(+Extra: Lehrergedanken)

1. Was ist Kolonialismus?

wenn man unterbelichtete länder erobert und ausbeutet.

(ok – das ist ein BISSCHEN böse ausgedrückt…)

2. Was löste den Ersten Weltkrieg aus?

ein syrischer Terrorist tötete den französischen König.

(omg. overwhelmed von den derzeitigen Ereignissen und dann gedanklich darin verwurstelt…)

3. (wenn man Lücken verwechselt…)

Bismarck schickte Kriegsschiffe nach Deutsch-Südwestafrika. Die Soldaten darauf bezeichneten sich als wertvolle Rohstoffe..13.gifwUT? Die Deutschen bekamen die Teile des Landes mitSchutztruppen, die Einheimischen den Rest.

4. Wie nannte sich dieses Land?

6225592240742780282.jpgdas Osmanische Reich

Ah. ok. Sollte Pegida doch recht haben?

5.Zum Ende des Ersten Weltkrieges:

Kaiser Wilhelm dankte ab. Deutschland wurde eine Kolonie.

49.gif

6. Deutschland marschierte über den Kosovo nach Frankreich ein. Das empörte die Menschen.

4.gif Zurecht! Das hätte mich auch empört. Ist ja nicht der nächste Weg, nä?

7. Mahatma Ghandi war ein indischer Anwalt, der die Bewegungsfreiheit…

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Schnellchen LI

Lesetest „Woyzeck“ bei den Dreizehnern (die machen nämlich nix mehr, wegen weil die denken nur noch ans Abi, und deshalb tut so ein Lesetestchen ganz gut).

Eine Aufgabe dreht sich um den Tambourmajor.

Was schreibt E.?

„Der Tamponmajor.“

 

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Schnellchen L

Oder: Wer hat an der Uhr gedreht?

Donnerstag.

Die Frau Hilde hat gerade fünf Stunden Kursarbeitsaufsicht hinter sich und fühlt sich ein wenig … kursarbeitsgeschädigt. Nachmittags hat sie noch ihre Geschichts-Dreizehner, aber das ist ja erst nachmittags.

Kollegin S. kommt ins Lehrerzimmer und fragt an, ob die Frau Hilde vielleicht eventuell möglicherweise Lust auf einen Kaffee – sie hat die Frage noch nicht zu Ende gestellt, da steht die Frau Hilde schon bejackt und begeldbeutelt mit erwartungsvollen Augen vor ihr.

Die beiden begeben sich in den Zweitwohnsitz und die Frau Hilde gibt sich willenlos ihrer Sojalatte hin.

Man tratscht und überhaupt ist es sehr nett und die Frau Hilde guckt auch nicht auf die Uhr, wegen weil sie hat im Moment gar keine, nämlich ihre Armbanduhr, die hat in den Sommerferien ihr Leben ausgehaucht.

Nach einer, wie die Frau Hilde meint, kurzen Weile fragt S. dann doch, wann die Frau Hilde zu ihren Großen muss.

Die Angesprochene guckt auf ihr Handy und gibt zurück, sie habe noch einen Riesenhaufen Zeit, die achte Stunde beginne ja erst in vierzig Minuten.

S. guckt komisch.

„Äh … du weißt schon, dass die Achte in einer Minute anfängt, ne?“

Die folgenden Momente zu beschreiben fehlt der Frau Hilde das Schreibtempo. Binnen Nanobruchteilen von Sekunden hat sie ein paar Groschen auf den Tisch geworfen, Täschelchen und sich selbst gepackt und ist gen Schule (Fußweg acht Minuten!) entschwunden.

Unterwegs wird sie von Schüler G. überholt; der wundert sich erst, dass seine Lehrerin NOCH später kommt als er, und dann lacht er die Frau Hilde eine Runde aus.

Knappe zehn Minuten später steht die Frau Hilde scham- und rennrot vor ihrem Kurs und wird dort erstmal verspottet.

Übrigens fehlt noch C. (der beste Feind von S. von den Großen; er hat das zweifelhafte Vergnügen, die Frau Hilde neben Deutsch auch in Geschichte zu haben). Der wiederum steht, wie sich später herausstellt, verzweifelt in einer Pizzeria und wartet auf seine Pizza, die nicht kommt.

Er wird fünfundzwanzig Minuten später beschämt reinschleichen, seinen Pizzakarton neben sich stellen und diesen so lange sehnsüchtig zu beäugen, bis ihm die Frau Hilde sagt, er möge doch bitte endlich seine Pizza essen und sich hernach wieder auf den Unterricht konzentrieren.

Ja, so war das, als die Frau Hilde mal eben spontan ihren Unterricht vergaß …

 

PS: Wenn Lehrer ferienreif sind:

DFH tappert durchs Lehrerzimmer.

C. (der Herr A. von London) schaut mit kleinen Augen hinter seiner HÜ hervor: „Egal, wo du hingehst, ich geh mit dir mit!!“

DFH: „Äh, ich geh aufs Klo?!“

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Vom Wiedersehen

Anfang des Schuljahres. Erste Dienstversammlung Ende der Ferien, um genau zu sein.

Die mehr oder weniger motiviert versammelte Kollegenschaft wirft erste Blicke in die jeweiligen Stundenpläne und macht sich dann auf, den Stundenplanmacher zu lynchen.

Der wiederum hat sich in weiser Voraussicht gar nicht erst blicken lassen.

Auch die Frau Hilde guckt ihren Stundenplan an und pienzt dann ein bisschen vor sich hin. Die Stundenverteilung ist eigentlich ganz primatoll. Nur die Klassen – fünf Deutschgruppen, das ist einiges zu korridingsen. Und Geschichte in der Mittelstufe hat sie diesmal gar nicht bekommen, obwohl sie das so gerne gemacht hätte.

Und überhaupt – „Wer isn die 9f?“, erkundigt sich die Frau Hilde bei Lieblingskollegin O., die gerade laut schreiend freudig festgestellt hat, dass sie montags erst zur dritten Stunde kommen muss.

„Ich kenn die nich, ich mag die nich!“ Die Frau Hilde ist ein bisschen knätschig wegen weil da halt so viele Deutschklassen stehen.

O. schielt die Frau Hilde von der Seite an und fragt dann, ob das jetzt deren Ernst gewesen sei.

Die Frau Hilde nickt.

„Äh“, meint O., „das sind unsere Lieblinge.“

„Lieblinge?“, echot die Frau Hilde und guckt dumm aus der Wäsche.

„Ei“, meint O., „MEINE alte Klasse. Du weißt schon!“

Und da fällt es der Frau Hilde wie Schuppen von den Augen, Haaren und sonstigen Körperteilen. SIE HAT DIE PUSCHELS BEKOMMEN!!

Zwar nur für ein halbes Jahr, denn dann übernimmt eine Kollegin, die aus der Elternzeit zurückkommt, aber immerhin.

 

Zweiter Schultag.

Die Frau Hilde tappert gen Klassenraum der 9f, und da kommt es auch schon aus allen Richtungen angepuschelt.

„Frau Hildääää, kennen Sie uns noch?“ (Ja!)

„Frau Hildääää, wie geht’s denn den Chaoten?“ (Das weiß die Frau Hilde nur von W. und S., denen geht’s gut, auch wenn S. erstmal sein Studium geschmissen hat.)

„Frau Hildääää, müssen wir wieder so Sachen machen, wenn wir „hä“, „was“ und „ich“ sagen?“ (Hm. Nö. Sonst kommt man ja gar nicht mehr zum Unterrichten …)

Groß sind sie geworden.

Und pubertierend (und wie!).

Aber irgendwie … hach, es sind halt doch noch die Puschels.

Ach, und Kaninchen Purzel, das lebt auch noch!

 

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